05:39 21 Februar 2020
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    Der US-Geheimdienst CIA hatte nach den Anschlägen von 9/11 den Einsatz eines Wahrheitsserums in Erwägung gezogen, um Terrorverdächtigen Informationen zu entlocken. Das geht aus einem bisher geheimen 90-seitigen Bericht vor, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

    Die CIA suchte demnach nach einem Weg, die Terrorverdächtigen über mögliche Pläne zu verhören, ohne sie foltern zu müssen. Nach monatelangen Recherchen im Zuge des „Project Medication“ habe die CIA sich für das Medikament Versed entschieden – ein Beruhigungsmittel, das oft zur Verringerung von Angststörungen verwendet wird.

    Zudem hätten sich CIA-Ärzte mit Schlafmitteln und Substanzen befasst, die Symptome einer Psychose hervorrufen können. Auch das Medikament Midazolam, das zu Gedächtnisverlusten führen kann, habe besonderes Interesse hervorgerufen.

    Am Ende habe die CIA das US-Justizministerium doch nicht um eine Genehmigung gebeten. Der Geheimdienst habe die rechtlichen Grenzen mit dem Einsatz harter Verhörmethoden überschritten und wollte keinen Konflikt mit der Behörde riskieren.

    Der Bericht wurde nach einem Rechtsstreit veröffentlicht: Die US-Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union hatte die Freigabe der Dokumente gefordert.

    Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatten CIA-Agenten Terrorverdächtige mit äußerst harten Methoden verhört. Zum Einsatz kam unter anderem das sogenannte „Waterboarding“, bei dem ein Ertrinken simuliert wird.

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    Tags:
    Folter, 9/11, CIA, USA