03:27 16 Dezember 2018
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    Migranten in Italien

    Flüchtlingsproblem in Italien: Exhibitionismus und Vergewaltigung einer Rentnerin

    © AP Photo/ AP Photo/Bram Janssen
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    In der Stadt Ortona an der Ostküste Mittelitaliens ist ein 20-jähriger Flüchtling aus Somalia wegen mutmaßlicher Vergewaltigung einer 68-jährigen Frau verhaftet worden. Darüber berichtet die Tageszeitung „La Voce del Trentino“.

    Laut Polizeiangaben griff der junge Mann die Rentnerin an, als diese sich an einem Stadtstrand sonnte, schlug ihr mehrmals mit einem Stein auf den Kopf und vergewaltigte sie anschließend.

    Es soll der Frau gelungen sein, sich zu befreien und sich vor dem mutmaßlichen Täter im Meer zu verstecken. Später soll sie mit zahlreichen Abschürfungen, Hämatomen und einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht worden sein, heißt es in der Meldung.

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    Mehrere Kleinhändler in der Nähe hätten die Polizei wegen einem jungen Ausländer alarmiert, der nackt auf der Straße spazieren gegangen sein soll.

    Wegen dem 20-jährigen Somalier soll es zuvor bereits mehrere Beschwerden bei der Polizei in der benachbarten Stadt San Vito Chietino wegen Exhibitionismus und Bereitstellung falscher persönlicher Daten gegeben haben, berichtet „La Voce del Trentino“.

    Der junge Mann soll vor etwa einem Jahr illegal nach Italien gekommen sein. Er habe keinen ständigen Wohnsitz, besitze jedoch aufgrund seines Flüchtlingsstatus eine Aufenthaltsgenehmigung.

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    Italien steht aufgrund seiner geographischen Lage vor enormen Problemen, die eine Migrationswelle aus Nordafrika verursacht hatte.

    2014 wurde Europa von Zuwanderern aus dem Nahen Osten und Nordafrika quasi überrannt. Bis dato sind mehr als 650.000 Flüchtlinge nach Italien gekommen.

    Im September 2015 hatte die EU ein zweijähriges Programm zur Verteilung der in Italien und Griechenland gestrandeten Flüchtlinge zwischen allen Mitgliedsländern der Union verabschiedet. Damals handelte es sich um 160.000 Menschen. Das Programm ist allerdings gescheitert: Von 160.000 wurden nur 30.000 in den EU-Ländern untergebracht.

    Das Migrationsprogramm, das vor allem von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel vorangetrieben wurde, stieß von Anfang an auf heftige Gegenwehr einiger EU-Länder. Die Mitglieder der Visegrad-Gruppe (Ungarn, Tschechien, Polen und die Slowakei) weigerten sich, den EU-Beschluss zu erfüllen und Flüchtlinge aufzunehmen. Auch viele andere Länder zeigten sich skeptisch. Die neuen Initiativen Brüssels zur Verteilung der in Italien und Griechenland verharrenden Flüchtlinge werden immer wieder abgelehnt.

    Laut Eurostat haben allein 2015 und 2016 mehr als drei Millionen Zuwanderer die EU-Grenze illegal überquert, und diese „stille Invasion“ geht noch weiter.

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    Migrationsstroeme, Migrationskrise, Migrationspolitik, EU, EU, EU, EU-Länder, Italien