17:45 30 September 2020
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    US-Forscher haben festgestellt, welches Jahr als das schlimmste in der Geschichte der Menschheit bezeichnet werden kann – im Jahr 536 n. Chr. würde laut den Historikern niemand leben wollen.

    Dem auf das Mittelalter spezialisierten Historiker Michael McCormick von der Harvard University zufolge war das Jahr 536 das schlimmste Jahr der Geschichte.

    „Das war der Beginn einer der schlimmsten Perioden, in der man leben kann, wenn nicht des schlimmsten Jahres überhaupt“, zitiert ihn das Portal „Science“.

    Denn ein mysteriöser Nebel habe ganz Europa, den Nahen Osten und Teile Asiens in Finsternis getaucht – für ganze 18 Monate. „Die Sonne hat das ganze Jahr über kaum Licht gegeben, wie der Mond“, schrieb seinerzeit der byzantinische Historiker Procopius.

    Infolge sanken die Temperaturen im Sommer auf 1,5 bis 2,5 Grad Celsius. Dies führte wiederum zu Ernteausfällen und massivem Hunger.

    Als wäre das nicht genug, kam im Jahr 541 die Beulenpest, die auch Justinianische Pest genannt wird, hinzu. Sie löschte ein Drittel bis die Hälfte der Bevölkerung des Oströmischen Reiches aus.

    Obwohl Historiker schon seit langem gewusst haben, dass die Mitte des sechsten Jahrhunderts eine schwere Periode der sogenannten Dunklen Jahrhunderte war, blieb die Ursache des mysteriösen Nebels lange ein Rätsel.

    Jetzt hat das Team unter Leitung von McCormick den Grund gefunden: Der Nebel war demnach der Eruption eines Vulkans im Jahr 536 auf Island geschuldet. Der Ausbruch führte dazu, dass die ganze Nordhemisphäre mit Asche bedeckt wurde. In den folgenden Jahren 540 und 547 kamen noch weitere zwei massive Ausbrüche hinzu. Diese Entdeckung wurde laut „Science“ bei der Analyse von  aus einem Schweizer Gletscher stammenden Eis gemacht.

     

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    Tags:
    Hunger, Vulkan, Ausbruch, Eruption, Geschichte, Menschheit, Europa, USA, Island