14:30 14 Dezember 2018
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    Die Atacama-Wüste im Sommer 2017Die Atacama-Wüste 2013

    Wenn Wasser kein Leben bedeutet: Regen löscht Mikroben in Wüste aus

    © AFP 2018 / Martin Bernetti © AFP 2018 / Martin Bernetti
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    Die Atacama-Wüste in Chile ist der trockenste Ort der Welt. Doch in den vergangenen drei Jahren gab es ganze drei heftige Regenfälle. Wissenschaftler vermuteten, dass die zusätzliche Feuchtigkeit das Wachstum der Mikroorganismen anspornen würde, doch die Folgen für sie waren dagegen fatal. Darüber schreibt nat-geo.ru.

    In der Atacama wurde die niedrigste Luftfeuchtigkeit – von nur null Prozent — registriert. In einigen Gegenden dieser Wüste gab es seit mindestens 500 Jahren keine Regenfälle, in anderen kommt es nur einmal in zehn Jahren zu Niederschlägen. In der Wüste leben mehr als 200 endemische Pflanzen, die bereits gut gelernt haben, sich für lange Zeiten im Schlafmodus zu befinden. 

    Angepasst haben sich auch die Mikroorganismen. Doch heftige Regenfälle über dem Pazifik in den Jahren 2015 und 2017 wurden für sie zum Verhängnis. Forscher glauben, dass der unerwartete Regen bei ihnen einen osmotischen Schock ausgelöst hat: Die Zellmembran konnte die überschüssige Wassersättigung nicht aushalten. Derzeit sind in der Atacama etwa 85 Prozent der Kleinstlebewesen wohl ausgelöscht worden.  

    Obwohl dieser Prozess verheerende Folgen für das Ökosystem der Atacama haben kann, lässt er die Wissenschaftler mehr darüber erfahren, wie die Mikroben sich an Extrembedingungen anpassen. 

    Die trockenste Wüste der Erde wird oft als Mars-Modell betrachtet. Wissenschaftler vermuten, dass das plötzliche Wasser-Aufkommen auf dem Roten Planeten das Leben habe vernichten können. 

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    ausgelöscht, Mikroorganismen, Regen, Wüste, Atacama, Chile