12:25 10 Dezember 2018
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    Bereitschaftspolizisten vor der Polytechnischen Universität in Athen

    Heftige Ausschreitungen nach Gedenktag in Athen – FOTOs und VIDEOs

    © AP Photo / Yorgos Karahalis
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    In der griechischen Hauptstadt Athen haben am Samstag tausende Menschen der blutigen Unterdrückung der Studentenrevolte 1973 durch das damals regierende Regime gedacht. Nach einem Gedenkmarsch ist es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen Brandbomben geschleudert wurden. Die lokale Polizei setzte Wasserwerfer ein, wie der TV-Sender Skai berichtet.

    Demnach haben an dem Gedenkmarsch anlässlich der Ereignisse des 17. Novembers 1973 mindestens 12.000 Menschen teilgenommen. Damals war eine Studentenrevolte durch die zu der Zeit regierende Militärdiktatur unterdrückt worden. Bei der blutigen Aktion in der polytechnischen Fachhochschule, die den Sturz der Militärdiktatur im Sommer 1974 einleitete, hatte es mindestens 24 Tote gegeben.

    ​Die Demonstration, die jährlich veranstaltet wird, hat diesmal in der Nähe der Botschaft der USA stattgefunden. Die Teilnehmer riefen, dass die Vereinigten Staaten an dem blutigen Tag schuld gewesen seien. Die USA hätten die Obristenherrschaft (von 1967 bis 1974) unterstützt.

    Im Stadtviertel Exarchia nördlich des Zentrums von Athen, das als Studentenviertel gilt und wo sich das Polytechnikum befindet, haben am Samstag Gruppen von Anarchisten Brandbomben geschleudert und Mülltonnen angezündet. Vermummte schleuderten die Brandsätze von Hausdächern. Neben Molotow-Cocktails wurden die Polizisten auch mit Steinen beworfen.

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    ​Als Antwort darauf setzte die Polizei Tränengas und Blendgranaten ein. Bereits am frühen Abend gab es mehrere Festnahmen. Laut unterschiedlichen Angaben waren insgesamt mehr als 5000 Sicherheitskräfte in Athen im Einsatz.

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    Tags:
    Proteste, Demo, Athen, Griechenland