12:50 10 Dezember 2018
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    U-Boot San Juan (Archivbild)

    Argentiniens Verteidigungsminister kritisiert Bergung der „San Juan“

    © AP Photo / Argentina Navy
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    Der argentinische Verteidigungsminister Oscar Aguad hat die Finanzierungspläne zur Bergung des untergegangenen U-Boots „San Juan“ infrage gestellt. Das berichtet die Zeitung „La Nación”.

    „Wenn die Bergung (des U-Boots – Anm. d. Red.) wirklich vier Milliarden US-Dollar kostet wäre es töricht, dieses Geld auszugeben, das ist meine persönliche Meinung“, so Aguad. In einem Land, wo 30 Prozent der Bevölkerung arm sei, sei diese Maßnahme fehl am Platz, betonte er.

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    Aguad fügte hinzu, eine Bergung sei beinahe unmöglich, da das U-Boot in sehr großer Tiefe entdeckt worden sei und im Abgrund liege. „Das Anheben des U-Boots wird sich unter diesen Umständen über ein, zwei oder drei Jahre hinziehen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, zu untersuchen, was passiert ist, und herausfinden, warum die Menschen gestorben sind“, zitiert ihn die „La Nación”.

    Zuvor hatte der argentinische Präsident, Mauricio Macri, eine dreitägige Trauer für die tote Crew der San Juan angekündigt. Das gekenterte U-Boot war von einer Suchmannschaft der privaten Firma Ocean Infinity rund 500 Kilometer vor der Küste entdeckt worden.

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    Tags:
    Finanzierung, Bergungsoperation, Untergang, U-Boot, Argentinien