11:56 10 Dezember 2018
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    Aldi-Süd (Archiv)

    Neues Aldi-Konzept – schicke Filialen und leere Regale? – FOTO

    © AFP 2018 / PATRIK STOLLARZ
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    Aldi Süd ist dabei, eine breitangelegte Modernisierungs-Initiative der eigenen Läden umzusetzen und wird mit Missständen konfrontiert, deren Ursachen nicht im Interieur liegen. Darüber berichtet die Huffington Post.

    Um das eigene Image aufzupolieren hat Aldi bereits 2016 eine Verschönerung der Filialen angestoßen – schicke Regalfächer, klare Strukturen und ein übersichtliches Angebot sollen die billige Aufmachung von früher ersetzen und bei den Kunden mehr Wirkung zeigen.

    Was die Marketing-Strategie betrifft, ist das ein richtiger Ansatz. Aber wie das bei Veränderungen oft der Fall ist, läuft nicht alles von vornherein glatt.

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    Die Kritik einer Kundin habe Missstände in einer Filiale aufgedeckt, die nach ihren Angaben permanent aufträten und nicht an neuer und moderner Aufmachung hängen, heißt es in dem Artikel von der Huffington Post.

    Anscheinend ist nicht zum ersten Mal das gesamte Sortiment im Gemüseregal noch weit vor Ladenschluss komplett leergekauft worden.

    Auf der Facebook-Seite von Aldi-Süd schrieb die Frau daher folgendes: „Liebes Aldi Süd Team, ich finde die neuen Aldi-Filialen echt schick. Allerdings finde ich es sehr schade, dass abends um 18:15 Uhr die Regale schon leer sind. Das ist bei uns kontinuierlich der Fall. Von daher weiß ich nicht, was ich besser finde: schöne Filialen oder volle Regale.”

    Die PR-Abteilung des Discounters habe die Kundin daraufhin gebeten eine weitere Nachricht an facebook@aldi-sued.de zu senden und die betreffende Filiale mitzuteilen, damit die Kollegen vor Ort informiert würden.

    Damit schoss sich Aldi Süd allerdings selbst ins Knie, denn die Kundin soll bereits mehrere Nachrichten an die besagte E-Mail-Adresse geschickt haben und nie sei etwas passiert.

    Aldi reagierte schnell und entschuldigte sich dafür. „Das tut uns leid! Wir geben deinen Hinweis auf jeden Fall noch einmal weiter!“, hieß es in einer weiteren Antwort.

    Das Problem der leeren Regalfächer könne damit zusammenhängen, dass der Übergang von Paletten auf Regale — aus Überlegungen der optischen Gestaltung — zwar zu begrüßen sei, jedoch Platzmangel zur Folge haben würde.

    Steht in der Filiale eventuell schlicht weniger Platz zur Verfügung, um das Gemüsefach mit Gurken, Tomaten, Zucchinis, oder Avocados aufzufüllen? 

    Auf eine Anfrage der Huffington Post diesbezüglich antwortete Aldi Nord wie folgt: “Durch eine sorgfältige Planung, die auf jahrelanger Erfahrung beruht, versuchen wir, stets genügend Waren in unseren Filialen im Angebot zu haben. Zudem sorgen tagesgenaue Bestellungen in jeder einzelnen Filiale dafür, dass die Waren jederzeit frisch und ausreichend verfügbar sind. Gleichzeitig wird auf diese Weise weniger weggeworfen. Für eine bedarfsgenaue Bestellung bei unseren Lieferanten nutzen die Filialleiter ein intelligentes Bestellvorschlagssystem, das automatisch die benötigte Ware erfasst und entsprechend bestellt. Aktuell gibt es keine Lieferschwierigkeiten.”

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    Ob sich in der besagten Filiale inzwischen etwas geändert hat, ist nicht bekannt.

    Aldi sein Image dadurch nicht gerade aufgebessert.  

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