12:57 10 Dezember 2018
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    Das zweite Deutsch-Russische Kreativwirtschaftsforum ART-WERK 2018

    „Kreative aller Länder, vereinigt euch!“ – Deutsch-Russisches Kreativforum in Moskau

    © Foto : ART-WERK 2018/Mikhail Vetlov
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    Alexandra Konkina
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    Das II. Deutsch-Russische Kreativwirtschaftsforum Art-Werk 2018 hat wieder Kreativunternehmer, Urbanisten, Musiker und Architekten aus beiden Ländern zusammengebracht. Im Rahmen der Plattform haben über 20 Podiumsdiskussionen, Best-Practice-Präsentationen, Workshops, runde Tische sowie eine deutsch-russische Startup-Messe stattgefunden.

    „Die Nachfrage nach einem Dialog zwischen unseren Ländern sowohl auf der politischen als auch auf der wirtschaftlichen und sozialen Ebene ist hoch. Kunst, Kreativität und Kommunikation sind universelle Kategorien, die Grenzen verwischen, besonders in Zeiten, wenn der Dialog in den anderen Bereichen schwierig ist. Als Titel des Forums haben wir diesmal „Innovationen verwischen die Grenzen“ gewählt. Die Kreativwirtschaft ist nicht nur Innovationstreiber, sondern trägt auch in schwierigen politischen Zeiten zum gegenseitigen Verständnis zwischen den Ländern bei“, bemerkte bei der Eröffnung des Forums Mirko Hempel, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Russland.

    Das zweite Deutsch-Russische Kreativwirtschaftsforum ART-WERK 2018
    © Foto : ART-WERK 2018 /Mikhail Vetlov
    Das zweite Deutsch-Russische Kreativwirtschaftsforum ART-WERK 2018

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    Die Veranstaltung wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam mit dem Goethe-Institut Moskau organisiert. Im Fokus der Diskussion standen die Zukunft kreativer Berufe, die Bedeutung der Kreativcluster und die Perspektiven in den kommenden Jahren.

    Mehr als 250.000 Unternehmen erwirtschaften in dieser Branche jährlich einen Umsatz von 150 Milliarden Euro allein in Deutschland und mehr als 1,2 Millionen Menschen sind in dieser Branche erwerbstätig, heißt es in einem Bericht der Bundesregierung. 2015 leistete dieser Sektor einen Beitrag von rund 65 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung und überholte damit die Chemie- und Energiebranche. Für Russland liegen keine konkreten Zahlen vor, jedoch sollen rund sechs Prozent der russischen Arbeitnehmer in der Kreativwirtschaft tätig sein.

    Das zweite Deutsch-Russische Kreativwirtschaftsforum ART-WERK 2018
    © Foto : ART-WERK 2018/Mikhail Vetlov
    Das zweite Deutsch-Russische Kreativwirtschaftsforum ART-WERK 2018

    Die Idee des Forums entstand bereits im Jahr 2016, als die Düsseldorfer Wirtschaftsförderung ein Investitionsseminar für junge russische Unternehmen aus der Digital- und Kreativbranche in Moskau veranstaltete. Als Hochburg von Branchen wie Werbung, Design und Mode beteiligte sich die Stadt Düsseldorf auch dieses Jahr an der Veranstaltung, darunter das Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft (KomKuK).

    Hendrik Meier, Deutschlands erster Nachtbürgermeister
    © Foto : ART-WERK 2018/Mikhail Vetlov
    Hendrik Meier, Deutschlands erster Nachtbürgermeister

    Das Zentrum ist Teil der Initiative der Bundesregierung und soll wesentlich dazu beitragen, die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft stärker sichtbar zu machen.

    „Wir haben ein sehr großes Interesse, in Moskau für Düsseldorf zu werben“, erklärte Lars Terlinden vom Kompetenzzentrum in Düsseldorf gegenüber Sputnik. „Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland mögen angespannt sein, aber die Beziehungen zwischen Deutschen und Russen sind dadurch nicht angespannt. Gerade durch diese direkte Verbindung zwischen den einzelnen Akteuren wie das Forum Art-Werk bleiben diese persönlichen Beziehungen bestehen. Und das kann eine Regierung kaum beeinflussen.“

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    Das Modell der deutsch-russischen Zusammenarbeit funktionierte immer nach einem Muster: Russland liefert Rohstoffe und Deutschland liefert Technologie. Es sei längst an der Zeit, dieses Modell zu diversifizieren. Kreative Ideen lassen sich unendlich vervielfältigen und leicht transportieren, meinen die Teilnehmer des Forums.

    Lars Terlinden, Leiter des KomKuK - Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung Düsseldorf
    © Foto : ART-WERK 2018/Mikhail Vetlov
    Lars Terlinden, Leiter des KomKuK - Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung Düsseldorf
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    Veranstaltung, Forum, Start-up, Kunst, Architektur, Goethe-Institut, Moskau, Russland