03:02 02 Dezember 2020
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    Weil ihr Freund eine „falsche“ Nationalität hat, soll eine 15-Jährige tagelang vom eigenen Vater und Bruder misshandelt worden sein. In einem Prozess in München sind sie jedoch nur zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

    Nach Angaben des Nachrichtenportals Merkur hatten die Angehörigen von Lena vor den Weihnachtsferien 2017 erfahren, dass das Mädchen einen Afghanen als Freund hat, was ihnen nicht gefiel. Um den weiteren Umgang zu verhindern, sollen sie zu drastischen Maßnahmen gegriffen haben: Die 15-Jährige sei drei Tage lang in der Wohnung der Eltern ohne Essen und Trinken eingesperrt gewesen, habe dort auf dem Boden sitzen müssen.

    Dabei soll die Familie das Mädchen unter Druck gesetzt haben. „Mehrfach trat Mohamed S. (66) seiner Tochter gegen den Kopf und ins Gesicht und drohte, ihr die Kehle durchzuschneiden. Bruder Mohamad und Mutter Rana halfen mit, dass Lela nicht entkommen konnte“, schreibt das Portal.

    Seine Tochter soll Mohamed S. sogar ins Bad geschleppt und aufgefordert haben, die Toilette mit der Zunge sauber zu lecken.

    „Gepeinigt vor Angst traute sich Lela erst Mitte Januar, in der Schule von den Vorfällen zu erzählen. Kurz danach wurde das Mädchen in Obhut genommen und an einen geheimen Ort gebracht, wo sie seither versorgt wird.“

    Im Prozess vor dem Amtsgericht München sollen Vater, Mutter und Bruder der Schülerin am Dienstag ein Geständnis abgelegt haben.

    „Sie haben Ihre Tochter wie einen Hund behandelt. Sie wurde entehrt“, erklärte Amtsrichter Robert Grain laut dem Portal. Und weiter: „Diesen Teilaspekt Ihrer Kultur lehne ich komplett ab. Das ist verachtenswert. Sie sollten sich schämen.“

    Die heute 17-Jährige hat eine persönliche Aussage vor Gericht jedoch verweigert, stattdessen aber in einem Brief gebeten, ihre Eltern nicht zu bestrafen. Das soll der Grund gewesen, warum der Richter trotz der angelasteten schweren Misshandlungen nur Bewährungsstrafen ausgesprochen hat.

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    München, Deutschland