10:15 14 Dezember 2018
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    Boutique von Dolce & Gabbana in Schanghai

    Rassismus-Vorwurf: Chinas Online-Händler verbannen Dolce & Gabbana

    © REUTERS / Aly Song
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    Die italienische Modefirma zeigt in einem Werbevideo eine Chinesin, die versucht, mit Stäbchen Pizza und Spaghetti zu essen. Das hat für den Konzern nun ein heftiges Nachspiel.

    Mit umstrittenen Werbespots hat sich der italienische Modekonzern Dolce & Gabbana in China Rassismusvorwürfe eingehandelt. Das berichtet die dpa. Auf den Websites von mehreren großen Online-Händlern des Landes waren Produkte der Luxusmarke am Donnerstag nicht mehr zu finden.

    Die Plattform Yangmatou teilte nach Angaben der Agentur mit, 58 000 Artikel der Italiener verbannt zu haben. Auch bei den Online-Giganten Alibaba und JD.com ergaben Suchanfragen nach Dolce & Gabbana demnach keine Treffer mehr.

    Werbefilme als rassistisch bezeichnet

    Die kurzen Werbefilme, die auch am Donnerstag zunächst weiterhin auf der Instagram-Seite des Modekonzerns zu sehen waren, haben in der zweitgrößten Volkswirtschaft einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Darin war eine Chinesin zu sehen, die versucht, Pizza, Pasta und sizilianisches Gebäck mit Stäbchen zu essen. Viele chinesische Internetnutzer bezeichneten das als rassistisch.

    Noch größeren Ärger lösten im Anschluss veröffentlichte Bildschirmfotos einer Unterhaltung auf, die Firmengründer Stefano Gabbana mit einer Instagram-Nutzerin geführt haben soll. Darin macht der Designer unter anderem mit Fäkalien-Emoticons deutlich, was er von China hält und spricht von einer „dreckig stinkenden Mafia“.

    Gabbana entschuldigt sich über soziale Medien

    In einer Stellungnahme auf Instagram entschuldigte sich Dolce & Gabbana für den Vorfall, stritt aber gleichzeitig ab, für die beleidigenden Kommentare verantwortlich zu sein. Instagram-Konten der Firma sowie von Stefano Gabbana seien gehackt worden. „Ich liebe China und die chinesische Kultur. Es tut mir leid, was passiert ist“, schrieb der Modeschöpfer persönlich auf Instagram.

    China gilt als einer der größten und am schnellsten wachsenden Märkte für internationale Luxus-Label. Chinesen waren nach einer Studie der Beratung Bain & Company zuletzt für 32 Prozent der weltweiten Luxuseinkäufe verantwortlich. Der Online-Handel als Vertriebskanal gewinnt stark an Bedeutung.

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    Tags:
    Boykott, Werbung, Rassismus, Instagram, Dolce & Gabbana, China, Italien