05:22 11 Dezember 2018
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    Alexander Petrow und Ruslan Boschirow in Salisbury

    Britische Polizei veröffentlicht neues VIDEO mit Skripal-Verdächtigen

    © AP Photo / Metropolitan Police
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    Die britische Polizei hat neue Aufnahmen von Alexander Petrow und Ruslan Boschirow in Salisbury veröffentlicht. London verdächtigt die zwei Russen der Vergiftung des ehemaligen GRU-Agenten und Überläufers Sergej Skripal und dessen Tochter Julia. Zudem wurde ein Foto des Fläschchens gezeigt, das angeblich das Gift enthalten haben soll.

    Das Video zeigt laut Scotland Yard die beiden Männer am Sonntag, den 4. März 2018 in Salisbury, einem Vorort von London. Auf der Aufnahme ist unter anderem zu sehen, wie sie über eine Brücke gehen, einer von ihnen macht dabei Fotos.

    „Der dritte Clip zeigt die zwei Männer, wie sie um ungefähr 13:00 Uhr über die Brücke in der Fisherton Street gehen, bevor sie schließlich zur Eisenbahnstation Salisbury zurückkehren und nach Heathrow fahren, um später nach Moskau zu fliegen“, heißt es in einer Erklärung der Polizei.

    Scotland Yard hat Augenzeugen aufgerufen, sich unbedingt zu melden, wenn sie Boschirow und Petrow im Zeitraum vom 2. bis 4. März oder die Verpackung des Nina-Ricci-Parfüms bzw. die Flasche selbst gesehen haben.

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    Das Interview von Boschirow und Petrow gegenüber dem Sender RT im vergangenen September sorgte sowohl in Russland als auch im Ausland für Aufsehen. Darin behaupteten die zwei Männer, sie hätten Salisbury nur als Touristen besucht, um die berühmte Kathedrale zu sehen. Sie stritten jegliche Verwicklung in die Vergiftung der Skripals ab.

    Russland hat von London wiederholt Erklärungen zum Skripal-Fall gefordert. Das Außenministerium in Moskau hat nach eigenen Angaben bereits 70 Noten und Briefe an die britischen Behörden gerichtet.

    Die britischen Behörden verweigern jedoch jegliche Zusammenarbeit mit Moskau. Moskau hat außerdem wiederholt beklagt, dass russischen Vertretern kein Zugang zu Julia Skripal gewährt wird, die Staatsbürgerin Russlands ist. Man wisse nicht, ob Sergej und Julia überhaupt noch am Leben seien.

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    Aus Sicht der russischen Diplomaten widerspricht Londons Verhalten „allen Regeln der zivilisierten Beziehungen zwischen Staaten“ und sei eine „himmelschreiende Verletzung der Grundregeln der diplomatischen Höflichkeit“.

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    Tags:
    "Nowitschok", Vergiftung, GRU, Julia Skripal, Sergej Skripal, Salisbury, Großbritannien, Moskau, Russland