16:07 10 Dezember 2018
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    Deep Space Gateway in lunar orbit as proposed in 2017

    Projekt der mondnahen Raumstation: Russland fühlte sich gedemütigt

    CC0 / NASA / Deep Space Gateway
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    Russlands Beteiligung am Projekt der internationalen Raumstation „Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G)“ beinhaltet den Bau eines Schleusenmoduls nach US-Standards und ist somit für das Land erniedrigend. Dies teilte der Generaldirektor des Forschungs- und Produktionsunternehmens „Swesda“, Sergej Posdnjakow, am Freitag mit.

    „Die bisherige Führung von Roskosmos (russischer Raumfahrtkonzern – Anm.d.Red.) hatte die Herstellung des Schleusenmoduls gebilligt, was für viele eine Überraschung war, weil es natürlich erniedrigend ist, ein leeres Fass für die Amerikaner zu bauen. Die neue Führung hat verkündet, dass sie das nicht akzeptieren werde. Wir werden den Mond selbständig erkunden“, betonte Posdnjakow.

    Die Verhandlungen zum Bau der Lunar Orbital Platform-Gateway haben 2013 begonnen. Im September 2017 unterzeichneten die USA und Russland  bei einem internationalen Raumfahrtkongress 2017 im australischen Adelaida eine Absichtserklärung über den Bau der mondnahen Raumstation Deep Space Gateway. Später erhielt das Projekt seinen jetzigen Namen.

    Dmitri Rogosin, der im Mai 2018 zum Roskosmos-Chef ernannt wurde, hat im September bekanntgegeben, dass Russland am US-amerikanischen Projekt für eine Station im Mond-Orbit mit dem Namen „Deep Space Gateway" nicht teilnehmen werde. Er schloss dabei nicht aus, dass eine solche Station in Gemeinschaft mit BRICS-Ländern gebaut werden könnte.

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    Tags:
    Deep Space Gateway, Sergej Posdnjakow, Mond, USA, Russland