05:43 11 Dezember 2018
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    Polizei in Berlin

    Zwei Jahre nach Anschlag: Berliner Breitscheidplatz wird zur Festung – Netz empört

    © REUTERS / Pawel Kopczynski
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    Dutzende Facebook-User haben mit kritischen Kommentaren auf die Nachricht über die Errichtung einer Hochsicherheitszone auf dem Berliner Weihnachtsmarkt reagiert. Zwei Jahre nach dem Anschlag wird der Breitscheidplatz praktisch zur Festung ausgebaut: Die Längsseiten und die Fußgängerzugänge werden mit Metallpollern und Stahlgitterkörben versperrt.

    Der Aufbau der Absperrungen beläuft sich nach „Bild”-Informationen auf rund 2,5 Millionen Euro.

    Viele fragen sich nun, warum die Schutzmaßnahmen erst jetzt, zwei Jahre nach dem Anschlag von 2016, umgesetzt werden, und klagen über die hohen Kosten für das Projekt.

    Andere Nutzer zeigen sich besorgt um die Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten landesweit.

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    Weitere Kommentatoren verweisen auf den widersprüchlichen Charakter der lokalen Schutzbemühungen vor dem Hintergrund der offenen Grenzen.

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    Umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen sollen laut Senat einen in Deutschland bislang „einzigartigen Zufahrtsschutz“ gegen potenzielle Attentäter bieten und dafür sorgen, dass Lastwagen mit einem Gewicht von 40 Tonnen nicht ungehindert auf den Platz fahren können.

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    Am 19. Dezember 2016 war der Tunesier Anis Amri mit einem gestohlenen Lkw auf dem Weihnachtsmarkt in Charlottenburg in eine Menschenmenge gerast. Dabei waren zwölf  Menschen getötet worden, mehr als 60 weitere waren verletzt worden. Amri setzte sich nach der Tat nach Italien ab, wo er später von der Polizei erschossen wurde.

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    Tags:
    Terroranschlag, Maßnahmen, Sicherheit, Weihnachtsmarkt, Anis Amri, Deutschland, Berlin