01:50 14 Dezember 2018
SNA Radio
    Ohrwürmer (Symbolbild)

    „Last Christmas“ oder „Atemlos“: Russische Psychologin mit Tipp gegen Ohrwürmer

    CC0
    Panorama
    Zum Kurzlink
    5294

    Jeder kennt das. Im Supermarkt, im Kaufhaus oder im Radio – überall erklingen dieser Tage wieder Weihnachtsklassiker wie „Jingle Bells“, „Do they know it´s Christmas“ und das unvermeidliche „Last Christmas“. Die Songs setzen sich in den Köpfen fest. Eine russische Psychologin wusste schon vor über 90 Jahren, wie man sich vor Ohrwürmern schützt.

    Der Trick ist: Das Lied einfach bis zum Ende mitsingen. Die Wissenschaft nennt das den Zeigarnik-Effekt. Er geht zurück auf die russische Psychologin Bljuma Wulfowna Zeigarnik. Die fand schon im Jahr 1927 an der Universität Berlin heraus, wie man Dinge aus dem Kopf bekommt, die man da eigentlich gar nicht haben will. Es hat etwas mit der Erinnerungsgabe des Menschen zu tun.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Forscher bestätigen: Smartphones für Psyche von Kindern gefährlich<<<

    Der Zeigarnik-Effekt besagt, dass man sich an unterbrochene, unerledigte Aufgaben besser erinnert als an abgeschlossene, erledigte Aufgaben. Auf die Ohrwürmer übertragen bedeutet das: Wer das Lied hört, sollte es ganz bis zum Ende mitsingen. Das Gehirn bucht es dann als erledigte Aufgabe ab und bestenfalls kriecht der Ohrwurm aus dem Kopf.

    Wer das überprüfen möchte und wem die nötige Textsicherheit fehlt, hier sind die Texte von „Last Christmas“, „Do they know it´s Christmas“, „Jingle Bells“ und, um noch einen nicht weihnachtlichen Ohrwurm zu nennen, Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Die Skala der Bösartigkeit: Forscher machen Abgründe der Seele messbar<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Ohrwürmer, Wissenschaft, Musik, Russland