08:14 14 Dezember 2018
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    Peenestrom und Peene-Werft in Wolgast (Archiv)

    Wegen Waffenexport-Stopp nach Saudi-Arabien: Krisensitzung bei Peene-Werft

    CC BY-SA 3.0 / Niteshift / Peenestrom und Peene-Werft in Wolgast
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    Die rund 300 Mitarbeiter der Peene-Werft in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) sollen auf einer Mitarbeiterversammlung über die weitere Entwicklung informiert werden. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wird erwartet.

    Die Geschäftsführung der Peene-Werft will die Belegschaft am Freitag über die weitere Entwicklung nach dem Exportstopp für deutsche Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien informieren. Das berichtet der Nordkurier. Anfang des Monats war der Bau von Patrouillenbooten gestoppt worden. Ein Großteil der 300 Beschäftigten arbeitet seitdem in Kurzarbeit.

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    Zu der nichtöffentlichen Mitgliederversammlung werden nach Angaben der Zeitung Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann (beide SPD), erwartet. Schwesig will laut Staatskanzlei mit Mitarbeitern über die derzeitige schwierige Situation ins Gespräch kommen.

    35 Patrouillenboote in Auftrag gegeben

    Die zur Bremer Lürssen-Gruppe gehörende Werft baut bisher vor allem Patrouillenboote für Saudi-Arabien. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind von 35 bestellten Booten bisher 15 ausgeliefert.

    Die Bundesregierung verhängte nach dem gewaltsamen Tod des Journalisten Kashoggi in der Türkei einen Lieferstopp für Saudi-Arabien. Seitdem bangen viele Wolgaster Schiffbauer um ihre Jobs.

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    Tags:
    Werft, Stopp, Rüstungsexporte, Waffenlieferungen, Saudi-Arabien, Deutschland