15:49 17 Dezember 2018
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    Kurkuma (Symbolbild)

    Speisewürze mit wundervoller Wirkung für Herz – Forscher

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    Kurkuma hat sich laut Forschern als äußerst nützlich für das gesunde Herz erwiesen. Der Konsum hat die Fähigkeit dieses Organs, hohe Belastungen auszuhalten, bedeutend verbessert. Dies ist einem Artikel im „Journal of Applied Physiology“ zu entnehmen.

    „Wir haben gezeigt, dass Kurkumin den Grad der Aktivität des Gens Nrf2 in den Zellen des Herzmuskels und in anderen Muskeln erhöht, das für den Kampf gegen die Oxydanten zuständig ist. Eine derartige Strategie kann die Lebensqualität der Menschen, die an Herzproblemen leiden, bedeutend verbessern“, erklärte Ahmed Wafi von der University of Nebraska Omaha in den USA.

    Wie die Forscher kürzlich entdeckten, verbessern Curry und andere Zutaten auf der Basis von Kurkuma nicht nur das Aussehen und den Geschmack des Essens, sondern besitzen eine Menge verborgener nützlicher Eigenschaften. So hatten beispielsweise US-Biologen vor einem Jahr festgestellt, dass Kurkuma als Beförderungsmittel der Chemotherapie in Krebszellen gebraucht werden kann.

    Zuvor hatten andere Forschungsgruppen gezeigt, dass Kurkumin – die Hauptkomponente dieser Zutat – dem Organismus hilft, gegen Entzündungen und damit verbundene Krankheiten zu kämpfen, sowie vor Blindheit und Demenz schützt. Andererseits seien viele Forscher der Ansicht, dass dieser Stoff keine nützlichen Effekte besitze, dass er im Wasser fast unlösbar sei und schlecht in den Blutstrom durchsickere.

    Wafi und seine Kollegen entdeckten eine weitere nützliche Eigenschaft von Kurkuma und machten die Molekularmechanismen ihrer Wirkung auf den Organismus publik, indem sie beobachteten, wie der Hauptwirkstoff dieser Zutat die Arbeit des Herzens mehrerer Mäuse beeinflusst hatte.

    Die Kranzarterie dieser Nagetiere war auf solche Weise geschützt, dass ihr linker Ventrikel ständig überfüllt war und nicht mehr als die Hälfte des Umfangs durchlassen konnte. Derartige künstliche Störungen im Funktionieren des Blutsystems imitierten laut den Forschern das, was in den Herzen von Menschen passiert, die an besonders verbreiteten Formen der Herzschwäche leiden.

    Im Ruhezustand wirken sich diese Störungen nicht besonders stark auf das Menschenleben aus, allerdings überlastet sich sein Herz bei sogar kleinsten Belastungen, und der Mensch wird schnell müde. Heute vertreten viele Forscher die Ansicht, dass diese Probleme bei der Herzfunktion durch Entzündungen hervorgerufen oder durch diese verstärkt werden können.

    Wafi und seine Kollegen haben, indem sie sich von dieser Idee leiten ließen, geprüft, wie große Portionen Kurkuma die Arbeit des Herzens der Mäuse mit der „zugenähten“ Arterie bewirken würden. Dazu bauten sie in ihre Haut eine spezielle Pumpe ein, die in ihren Körper ständig geringe Portionen Kurkumin einpumpte, und beobachteten die Veränderungen in ihrer Ausdauer im Laufe der folgenden fünf Monate.

    Wie diese Tests zeigten, soll das indische Gewürz tatsächlich die Arbeit des Herzens der Nagetiere bedeutend verbessert haben. Sie begannen längere Strecken auf der Laufbahn zu überwinden – im Vergleich zu ihren Artgenossen, die „Mogel“-Spritzen bekamen und dabei 20-30 Prozent schneller liefen.

    Wie die Analyse der Aktivität der Gene in ihren Muskelzellen zeigte, lag der Grund darin, dass die Kurkumin-Moleküle die Aktivität des Nrf2-Gens erhöht hatten, das für den Kampf gegen Entzündungen und Oxydanten zuständig ist, sowie die Aktivität zweier anderer damit verbundener Zonen der DNA, HO-1 und SOD2.

    Interessant ist, dass ähnliche Veränderungen auch im Organismus gesunder Mäuse erfolgten, die Kurkuma verzehrt hatten – sie begannen ebenfalls schneller und länger zu laufen als Nagetiere aus der anderen Gruppe. Wie die Wissenschaftler behaupten, besagt dies alles, dass Kurkuma und andere Aktivatoren des Nrf2-Gens zur Verbesserung der Herzgesundheit und der Erhöhung der Ausdauer des Menschen genutzt werden können.

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    wundervolle Wirkung, Herz, Geschmack, Speisewürze, Zutaten, Curry, Kurkuma, University of Nebraska Omaha, USA, Journal of Applied Physiology, Ahmed Wafi, USA