17:14 10 Dezember 2018
SNA Radio
    Panorama

    Ukraine: Vizeminister greift Rada-Abgeordneten in Live-Sendung an – VIDEO

    Panorama
    Zum Kurzlink
    151039

    Der ukrainische Vize-Minister für „zeitweise besetzte Gebiete“, Juri Grymtschak, hat in der Live-Sendung „Volk gegen alle“ des TV-Senders ZIK den Abgeordneten der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament), Jewgeni Murajew, angegriffen.

    So reagierte der wütende Beamte auf die Aussage des Abgeordneten in Bezug auf den jüngsten Zwischenfall in der Straße von Kertsch. Ihm zufolge wurde er von den Kiewer Behörden absichtlich provoziert.

    „Die Russische Föderation war nicht an diesem Konflikt interessiert. Möglicherweise verfolgte die Provokation das Ziel, das geplante Treffen zwischen den Präsidenten Russlands und der USA beim G20-Gipfel in Argentinien zum Scheitern zu bringen“, sagte der Abgeordnete.

    Danach nannte Grymtschak den Abgeordneten einen „fiesen Kerl“, ging zu ihm zu und trat auf das Pult ein, hinter dem Murajew gestanden hatte. Die Konstruktion fiel dann auf den Abgeordneten.

    Es ist bekannt, dass ukrainische Parlamentarier und Politiker öfter gewalttätig werden, auch im Landesparlament, der Werchowna Rada. So war es zum Beispiel im Oktober 2017 bei der Debatte zum Gesetz über die Reintegration des Donbass zu einem Handgemenge gekommen.

    Während einer Debatte über die Verpachtung von Grundstücken hatte es im März 2018 im Stadtrat des westukrainischen Luzk eine Massenschlägerei gegeben.

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht und die 20-köpfige Besatzung, darunter mindestens zwei Geheimdienstler, festgesetzt. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, wurden 50 Kilometer abseits der gewöhnlichen Durchfahrt-Route der Krim-Brücke und nur 20 Kilometer von der russischen Küste entfernt gestoppt.

    Nach Darstellung der russischen Seite hatte die Ukrainer die Durchfahrt nicht vorschriftsgemäß im Voraus angemeldet und dann noch gefährlich manövriert und die Befehle des Grenzschutzes ignoriert. Die ukrainische Regierung bestreitet das und wirft Russland „Aggression“ vor.

    Als Reaktion ließ der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko in der Ukraine ein 30-tägiges Kriegsrecht verhängen.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Live-Sendung, Werchowna Rada, ukrainischer TV-Sender "ZIK", Juri Grymtschak, Jewgeni Murajew, Petro Poroschenko, Russland, Ukraine