15:52 10 Dezember 2018
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    Schiffsverkehr in der Kertsch-Straße

    Weiterer Zwischenfall vor der Meerenge von Kertsch

    © Sputnik / Alexej Malhawko
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    Eine Beinahe-Kollision von zwei Schiffen hat sich in der Nacht zum Freitag unweit der Meerenge von Kertsch ereignet, die die Schwarzmeer-Halbinsel Krim vom russischen Kernland trennt. Das teilte die föderale Agentur für See- und Binnenschifffahrt Russlands am Samstag mit.

    Beim Manövrieren streifte das unter der Flagge von Togo fahrende Kreuzfahrtschiff „Lady Maria“ mit seiner Schraube die rechte Ankerkette des maltesischen Frachters „Azov Concord“. „Die Schraube wurde leicht beschädigt“, teilte Agentursprecher Alexej Krawtschenko mit. Es habe weder Betroffene noch sonstige Schäden gegeben, hieß es.

    Am 25. November hatte die russische Küstenwache vor der Meerenge von Kertsch drei bewaffnete Schiffe der ukrainischen Marine aufgebracht, die die Grenze Russlands verletzt hatten. Die Schiffe reagieren nicht auf Befehle der russischen Grenzer, die Fahrt im russischen Territorialgewässer einzustellen, und manövrierten gefährlich. Die festgesetzten Schiffe wurden samt ihren Besatzungen in den Hafen von Kertsch begleitet.

    Nach dem Zwischenfall verhängte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko in vor allem an Russland angrenzenden Gebieten der Ukraine Kriegsrecht, das vorerst 30 Tage gilt. Zudem wurde russischen Männern im Alter zwischen 16 und 60 Jahren die Einreise in die Ukraine verboten.

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    Tags:
    Schifffahrt, Schiffsverkehr, Zwischenfall, Territorialstreit, Schiffe, Eskalation, ukrainische Marinestreitkräfte, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Meerenge von Kertsch, Straße von Kertsch, Schwarzes Meer, Asowsches Meer, Kertsch, Krim, Russland, Ukraine