05:28 11 Dezember 2018
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    Polizei, (Symbolbild)

    Sankt Augustin: Mutmaßlicher Mörder der 17-Jährigen war Polizei bekannt

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    Am Sonntagabend ist in einer Flüchtlingsunterkunft in Sankt Augustin die Leiche einer 17-Jährigen gefunden worden, ein 19-Jähriger gestand im Nachhinein die Tat. Nach Polizeiangaben soll gegen den gebürtigen Kenianer bereits 2015 wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch ermittelt worden sein, berichtet WDR.

    Ein Sprecher bestätigte gegenüber dem Sender, dass die Polizei schon früher gegen den 19-Jährigen mutmaßlichen Täter ermittelt habe: 2014 wegen Verbreitung pornografischer Schriften, ein Jahr danach wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch.

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    Zuvor hatte der Deutsch-Kenianer gestanden, die 17-Jährige aus Rheinland-Pfalz getötet zu haben. Der Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur: „Der Beschuldigte räumt ein, Gewalt gegen sie ausgeübt zu haben. Wir gehen von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus.“

    Der Verdächtige hat bei seiner Vernehmung angegeben, dass er das Opfer am Freitagabend kennengelernt habe. Dann seien sie zusammen in einer Kneipe gewesen.

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    Die 17-Jährige begleitete ihn nach Polizeiangaben in die städtische Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin, wo er wohnte. In der Nacht zum Samstag kam es dort zu einem gewalttätigen Streit, in dessen Zuge die 17-Jährige starb.

    Bei der Tat soll keine Waffe zum Einsatz gekommen sein, hieß es.

    Polizeibeamten entdeckten die Leiche der Jugendlichen am Sonntagabend im Zimmer des Verdächtigen.

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    Tags:
    Kenianer, Flüchtlinge, Mord, Flüchtlingsheim, Gewalt, Sankt Augustin, Kenia, Deutschland