01:48 16 Dezember 2018
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    Zeichentrickfilm Mascha und der Bär

    “Mascha und der Bär“-Produzent - Briten plädierten für “russische Propaganda”

    © Foto: Animaccord (2009)
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    Britische Internetsurfer haben den Trickfilm „Mascha und der Bär“ aktiv in Schutz genommen, als die heimische Presse ihn als „russische Propaganda“ eingestuft habe, sagte der Mitproduzent Dmitrij Lowejko in einem Sputnik-Interview. Das Urteil von „The Times“ führt er auf zwei Jahre alte Äußerungen baltischer Experten zurück.

    Britische Internetsurfer haben den Trickfilm „Mascha und der Bär“ aktiv in Schutz genommen, als die heimische Presse ihn als „russische Propaganda“ eingestuft habe, sagte der Mitproduzent Dmitrij Lowejko in einem Interview. Das Urteil von „The Times“ führt er auf zwei Jahre alte Äußerungen baltischer Experten zurück. 

    „Nach dem Times-Artikel haben die meisten britischen Internetnutzer für den Zeichentrickfilm plädiert“, sagte Lowejko. Und es dürften nicht nur die Briten gewesen sein, denn in ihrer Branche würde „Mascha“ zu den in Europa fünf bekanntesten Marken gehören. „Den Film kennen über 70 Prozent der europäischen Kinder und über 90 Prozent in Chile, Taiwan oder Indonesien. Diese Regionen begeistern sich für den Trickfilm, in Indonesien gibt man sogar seinen Kindern bei Geburt den Namen Mascha“, sagt Lowejko. In Mexiko hätte die Lizenzorganisation Promarca Lima Mexico „Mascha und der Bär“ sogar zur führenden Marke des Landes gekürt.

    Er kündigte auch an, seinem Team wäre es darum gegangen, das Kind so darzustellen wie es ist, emotional und beweglich, — deshalb würde die Serie in einzelnen besonders temperamentvollen Ländern gut mit dem nationalen Charakter auskommen. Er meinte außerdem, die Anschuldigungen als Kreml-Propaganda würden ursprünglich von Äußerungen mancher Experten aus den baltischen Ländern abgeleitet sein. In Estland oder Litauen soll es immer noch viele russischsprachige Einwohner geben, daher würde dort eine weitere kulturelle Expansion der russischen Sprache und Kultur befürchtet.   

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    Die Serie ist schon über zehn Jahre alt. 2015 hatte die amerikanische Ausgabe Animation Magazine die Serie in die Liste der „250 Fernsehsendungen aufgenommen, die Klassiker werden sollen“. Im selben Jahr gewann sie die US-Kidscreen Awards als beste Animation. Außerdem sei „Mascha und der Bär“ das erste russische Projekt, das Netflix gekauft habe, fügte Lowejko hinzu. Er hofft, dass „Mascha und der Bär“ mal auch ein Klassiker wie „Tom und Jerry“ oder Micky Maus wird.

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    Im November veröffentlichte die Britische Zeitung „The Times“ einen Artikel, wo sich westliche Kritiker über die „Kreml-Propaganda“ auseinandersetzen, die angeblich in der russischen Karikatur vorkomme. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharova, stellte damals fest, sollte Mascha das moderne Russland symbolisieren, müsste man auch hinterfragen, was Tom aus den amerikanischen Trickfilm „Tom und Jerry“ verkörpere.

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    Tags:
    Trickfilm, Kreml, Propaganda, Mascha und der Bär, UK, Taiwan, Chile, Litauen, Indonesien, USA