14:57 17 Dezember 2018
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    Bundestagsgezwitscher

    Angst vor Berlin und Begeisterung über Tischwahlkabinen – Bundestagsgezwitscher

    © Sputnik / Ewgenija Tschessnokowa/ Illustration
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    Ilona Pfeffer
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    Im vorweihnachtlichen Berlin steht die politische Arbeit nicht still. Auch auf Twitter waren unsere Abgeordneten diese Woche wieder fleißig. Das Bundestagsgezwitscher der Woche.

    Feurig startet der Bundestag in die neue Woche. Naja, zumindest für diejenigen, die da sind. Den Grünen-Abgeordneten Stefan Schmidt scheint ein solcher Wochenbeginn nicht zu stören.

    Vielleicht war der Feueralarm auch eine willkommene Ablenkung vom drögen Thema Digitalisierung. Die FDP kennt sich damit ja aus.

    Für die Grünen heißt es: Hauptsache ökologisch.

    Und Linke amüsieren sich darüber, wie weit Deutschland mit der Digitalisierung vorangeschritten ist.

    Am Dienstag sorgt Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ungewollt für Belustigung im Bundestag. In einem bewegenden Interview hat er einer Tageszeitung zuvor gestanden, wie tief ihn als Baden-Württemberger Berlin mit seiner Kriminalität verunsichert. „Spießer!“ sagt da selbst SPD-Abgeordneter Karl Lauterbach und rückt sich vermutlich die allgegenwärtige Fliege zurecht.

    CDU-Politiker Kai Wagner scheint hingegen Verständnis für Palmer zu haben und fordert eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Kriminellen.

    Trotz hoher Schwabendichte in einzelnen Kiezen fühlt sich Linken-Abgeordneter Stefan Liebich in Berlin offenbar sicher.

    Aus gegebenem Anlass lassen wir an dieser Stelle auch die Kollegen vom rbb zu Wort kommen:

    Am Mittwoch ist es mit der Heiterkeit vorbei. Der Bundestag spricht über Digitalisierung – schon wieder. Oder wie Konstantin von Notz (Grüne) es zusammenfasst: Cyberbullshit-Bingo.

    An dieser Stelle ersparen wir dem geneigten Leser die lange Liste von Tweets, die den Zusammenhang von Digitalisierung und Bildung erforschen. Stattdessen liefert uns CDU-Politikerin Katja Leikert dringend benötigten Dog-Content:

    Am Donnerstag weisen die Züge der Deutschen Bahn eine ungewöhnliche Dichte von twitternden CDU-Abgeordneten auf. Allesamt wollen sie nach Hamburg, wo beim Parteitag am Freitag über den Vorsitz abgestimmt werden soll. Ganz nebenbei kann man auch noch Schleichwerbung für zweifelhafte Produkte machen…

    Derweil gibt Kandidat Jens Spahn noch einmal alles. Vielleicht ahnt er zu diesem Zeitpunkt ja schon, dass er im Rennen um den Parteivorsitz am Freitag als Erster ausscheiden wird.

    Der Kollege Patrick Schneider ist bereits vor Ort und streut Fake News.

    Ok, das war fast lustig.

    Am Freitag ist es dann soweit: Angela Merkel hält ihre allerletzte Rede als CDU-Parteivorsitzende und die Delegierten stimmen über ihre Nachfolge ab. Wie mittlerweile bekannt sein dürfte, gewinnt Annegret Kramp-Karrenbauer mit einer knappen Mehrheit in der Stichwahl gegen Friedrich Merz.  Auf Twitter ist das allerdings nicht das Top-Gesprächsthema der Abgeordneten. Nein, die Gemüter bewegen beim Parteitag in Hamburg eindeutig die Tischwahlkabinen:

    Naja, hat am Ende aber trotzdem funktioniert mit dem Wählen… Damit entlassen wir Sie ins verdiente Adventswochenende!

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    MdB, Bundestagsabgeordnete, Tweets, Twitter, PdL, Die Grünen, CDU, CSU, Linkspartei, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, SPD, Bundestag, Die LINKE-Partei, Stefan Liebich, Karl Lauterbach, Jens Spahn, Kai Wegner, Berlin, Deutschland