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    Deutsche Forscher warnen Teheran vor Zerstörungen

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    Eine Forschergruppe des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ (auch Helmholtz-Zentrum) in Potsdam hat gewarnt, dass Teheran in absehbarer Zeit mit ernsthaften Infrastrukturproblemen konfrontiert werden könne. Dies meldet das Fachmagazin „Science Alert“.

    Das Problem besteht demnach darin, dass sich wegen einer übermäßigen Entnahme von Grundwasser mehrere Stadtbezirke der iranischen Metropole jährlich um 25 Zentimeter absenken. Eine derartige Bodensenkung berge die Gefahr einer Zerstörung von Mauerwerk und des unterirdischen Kommunikationssystems.

    Bodenrisse, Gebäudebeschädigungen, Erdrutsche und Brüche im Mauerwerk zeugen von einer durch Grundwasser hervorgerufenen Verdichtung, die auf dem Flachland von Teheran beobachtet wurde“, so die Forscher.

    Zu einem solchen Schluss gelangten die Forscher bei der Auswertung von Satellitendaten über Bodensenkung aus der Zeitspanne von 2003 bis 2017. Sogar in den am meisten stabilen Bezirken der iranischen Hauptstadt verlaufe dieser Prozess mit einer Geschwindigkeit von fünf Zentimetern pro Jahr.

    Das Blatt führt einen Kommentar von Roberto Tomás von der University of Alicante in Spanien an, dem zufolge das Tempo der Bodensenkung in Teheran das höchste in der Welt sei.

    Insgesamt hatte sich der durchschnittliche  Grundwasserstand in Teheran von 1984 bis auf 2011 um etwa 12 Zentimeter abgesenkt.

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    Tags:
    Bodensenkung, Grundwasser, Gebäudebeschädigungen, Erdrutsch, Bodenrisse, University of Alicante in Spanien, US-Fachblatt "Science Alert", Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ (Helmholtz-Zentrum), Roberto Tomás, Deutschland, Potsdam, Teheran, Iran