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03:38 13 November 2019
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    Bärenkopf

    Diese bärige Weihnachtsüberraschung aus Russland kam beim Zoll nicht gut an

    © Foto : Zollamt Aschersleben
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    Das richtige Weihnachtsgeschenk zu finden, ist eine Kunst für sich. Ein Mann aus Russland hatte eine besondere Geschenkidee für seinen Bruder in Halberstadt (Sachsen-Anhalt). Der deutsche Zoll hatte aber Einwände, die in den USA nach Donald Trump vom Tisch sind.

    Alles Beste zum Feste… Zollbeamte in Sachsen-Anhalt staunten vor ein paar Tagen nicht schlecht: Als sie ein Paket aus Russland öffneten, blickte ein Bärenkopf in die erstaunten Gesichter der Zöllner. Der Kopf samt Fell stammte von einem Braunbären. Dieser steht auf der Liste des Washingtoner Artenschutzübereinkommens.

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    Der Empfänger, der sich eigentlich auf das Weihnachtsgeschenk seines Bruders aus Russland freute, konnte die erforderlichen Genehmigungen nicht vorweisen. Darum wurde der Kopf beschlagnahmt. „Die artschutzrechtlichen Dokumente für den Bären haben gefehlt und fehlen immer noch. Allerdings hat der Empfänger noch vier Wochen Zeit, sie uns vorzulegen“, erklärte die Sprecherin des Hauptzollamts Magdeburg, Annica Wieblitz, gegenüber Sputnik.

    Was für Trump in den USA gilt, gilt nicht in Deutschland

    Ob Sender und Empfänger wussten, dass es nicht erlaubt ist, Bärenköpfe- und felle nach Deutschland zu verschicken, bleibt offen. „Das Unschuldsbewusstsein sieht man ja am US-Präsidenten Trump, der diese Jagdtrophäen in Amerika wieder fördert. Man hat in den USA dieses Gesetz wieder geändert“, erklärt Frau Wieblitz. In Deutschland sei das zum Glück anders. Hier zu Lande setze man sich für den Artenschutz ein.

    Warum der Zoll auf das Paket aufmerksam wurde, erklärt Frau Wieblitz so: „Entweder fehlte die Rechnung, man muss ja einen Wert angeben, oder es wurde schon im Verteilzentrum der Post geröntgt, und man hat gesehen, dass Waren enthalten sind, die Beschränkungen unterliegen.“

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    Vier Wochen hat der Empfänger Zeit, die erforderlichen artenschutzrechtlichen Dokumente beim Zoll vorzulegen. Dann darf er den Bären mit nach Hause nehmen. Wenn nicht, entscheidet das Bundesamt für Naturschutz, was mit dem Bärenkopf passiert.

    Das komplette Interview zum Nachhören:

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    Tags:
    Naturschutz, Geschenk, Bär, Donald Trump, USA, Sachsen-Anhalt, Deutschland