03:43 20 Januar 2019
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    Die Straße von Kertsch

    Kiew schlägt vor, britisches Schiff in die Straße von Kertsch zu schicken

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    Nach dem Vorfall in der Meerenge von Kertsch hat der ukrainische Vize-Minister für die „zeitweise besetzten Gebiete“, Juri Grymtschak, in einer Live-Sendung des TV-Senders „Prjamoj“ vorgeschlagen, ein Schiff der britischen Royal Navy dorthin zu schicken.

    „Wenn man sagt, dass Russland die Durchfahrt eines britischen Schiffes versagen wird, kommt bei mir nur eine Frage auf: Hat jemand versucht, das zu tun?“, sagte Grymtschak bezüglich einer möglichen Durchfahrt des britischen Aufklärungsschiffes „HMS Echo“ durch die Straße von Kertsch. Das Schiff befindet sich zurzeit im ukrainischen Odessa.

    Da die „HMS Echo“ ihm zufolge keine Waffen an Bord hat, gilt der Vertrag von Montreux (Meerengen-Abkommen) für das Schiff nicht. Laut diesem Dokument ist der Aufenthalt von Kriegsschiffen, die keinen Schwarzmeer-Anrainern gehören, im Schwarzen Meer auf 21 Tage begrenzt.

    Zuvor hatte der Sekretär des Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Alexander Turtschinow, geäußert, ukrainische Schiffe würden bei Bedarf weiter durch die Straße von Kertsch fahren. Ukrainische Militärs werden ihm zufolge „solche Fahrten unter Einhaltung aller internationalen Normen und Rechte unternehmen“, wenn sie dazu bereit sein werden.

    Am Mittwoch war das Aufklärungsschiff der britischen Royal Navy „HMS Echo“ im ukrainischen Hafen von Odessa eingetroffen.  Wie das Portal dumskaya.net berichtet, ist die „HMS Echo“ das erste Schiff von Nato-Staaten, das nach dem Vorfall in der Straße von Kertsch in der Ukraine eingetroffen ist.

    Nach Medienangaben war das Aufklärungsschiff am Dienstag in den Gewässern des Schwarzen Meeres eingelaufen.

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht und die 24-köpfige Besatzung, darunter mindestens zwei Geheimdienstler, festgesetzt. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, wollten ins Asowsche Meer fahren, ohne dass die Durchfahrt zuvor beim russischen Grenzschutz angemeldet worden war.

    Die Schiffe mit abgeschalteten Transpondern drangen unerlaubt in das russische Territorialgebiet ein und reagierten nicht auf Warnungen der russischen Seite, dass sie die Staatsgrenze verletzt hätten.

    Moskau bezeichnete dies als einen Verstoß gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen sowie gegen bilaterale Vereinbarungen zwischen den beiden Ländern.

     

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    Aufklärungsschiff HMS Echo, TV-Sender Prjamoj, Alexander Turtschinow, Juri Grymtschak, Straße von Kertsch, Großbritannien, Russland, Ukraine