21:19 25 Januar 2020
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    Das US-Bezirksgericht für den District of Columbia hat Nordkorea verpflichtet, den Eltern des US-Amerikaners Otto Warmbier Schadensersatz in Höhe von 501 Millionen US-Dollar (rund 438 Millionen Euro) für den Tod ihres Sohnes zu zahlen. Das berichtete die Agentur Reuters am Dienstag.

    Dieser Betrag entspreche vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts der nordkoreanischen Wirtschaft.

    Wie es in dem Gerichtsurteil heißt, ist Nordkorea für die Folter und Tötung von Otto Warmbier verantwortlich. Die Eltern von Warmbier- Fred und Cindy Warmbier — sollten die nordkoreanischen Behörden über diesen Gerichtsbeschluss benachrichtigen, schrieb Chefrichter Beryl Howell in dem Urteil.

    Die Entscheidung kam, nachdem die Eltern von Warmbier Nordkorea auf mehr als eine Milliarde US-Dollar verklagt hatten.

    Im Sommer 2017 wurde der US-Student Otto Warmbier nach 17 Monaten aus der nordkoreanischen Haft entlassen. Er war im Januar 2016 in Nordkorea festgenommen und im März zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden. Ihm wurden Straftaten gegen den nordkoreanischen Staat zur Last gelegt. Konkret soll er in einem Hotel ein Plakat von der Wand genommen haben, um es zu stehlen. Kurz nach seiner Rückführung in die USA starb Warmbier in seiner Heimatstadt Cincinnati (US-Bundesstaat Ohio).

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    Tags:
    Urteil, Gericht, Schadenersatz, Beryl Howell, Otto Warmbier, Nordkorea, USA