04:22 24 April 2019
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    Blick auf Krasnojarsk, Russland (Archiv)

    „Schwarzer Himmel“ über Sibirien: Smogalarm in Millionenmetropole

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    Wetteralarm Stufe 1 ist für drei Tage im sibirischen Krasnojarsk ausgerufen worden, teilte das Zentralsibirische Amt für Hydrometeorologie und Umweltüberwachung am Dienstag mit. In Krasnojarsk, der Hauptstadt der gleichnamigen Region, leben rund eine Million Menschen.

    Vom 25. bis 28. Dezember seien „auf dem Territorium von Krasnojarsk meteorologische Verhältnisse zu erwarten, die für die Zerstreuung von schädlichen Beimischungen der atmosphärischen Luft ungünstig sind. Es wird Wetteralarm ausgerufen“, ließ die Behörde verlauten.

    Eine gleichlautende Warnung gibt es für die westlich der Region Krasnojarsk gelegene Stadt Nasarowo.

    Im Laufe des vorigen Jahres und seit Anfang 2018 war Krasnojarsk mehrmals vor einer enormen Luftverschmutzung gewarnt worden. Die Einwohner beklagten damals einen grauen Dunst über der Stadt und einen unangenehmen Geruch, der in der Luft hing.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Anfang Februar bei einem Besuch in Krasnojarsk die zunehmende Zahl von Kraftfahrzeugen als Hauptfaktor für eine Verschlechterung der ökologischen Situation in der Stadt bezeichnet. Nach seinen Angaben entfallen 36 Prozent aller Schadstoffemissionen auf Autos und weitere 29 Prozent auf das örtliche Aluminium-Kombinat. Andere Quellen für die Luftverschmutzung seien Heizkraftwerke und mit Kohle beheizte Häuser. Der Präsident rief dazu auf, die Autos auf einen anderen Kraftstoff – Erdgas – umzurüsten.

    Putin schlug ferner vor, unter Mitwirkung der russischen Regierung, der örtlichen Industriebetriebe und der regionalen Administration einen einheitlichen Plan zur Gesundung der ökologischen Situation in der Stadt aufzustellen. Der Plan soll Kraftverkehr, Energetik und Industrieproduktion betreffen.

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    Tags:
    Schadstoffemissionen, Luftverschmutzung, Warnung, Smog, Wladimir Putin, Sibirien, Russland