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02:14 19 Juli 2019
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    Mitglieder der 55. Weltraumexpedition beim Gitarre Spielen an Bord der ISS  (Symbolbild)

    Mit schwarzem Kaviar und Mandarinen: So lassen ISS-Astronauten Neujahrsfest krachen

    © Foto: NASA
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    Die ISS-Besatzung wird das Neujahrsfest mit Früchten und schwarzem Kaviar feiern, berichtet das Forschungsinstitut für biomedizinische Forschung der Russischen Akademie für Wissenschaften. Gefeiert wird mehrmals zu unterschiedlichen Zeitpunkten, Wodka ist jedoch nicht erlaubt. Sputnik checkt, welche festlichen Rituale es auf der ISS sonst gibt.

    Am 4. Dezember landete die neue Besatzung der ISS (Oleg Kononenko/Russland, David Saint-Jacques/Kanada und Anne Charlotte McClain/USA) auf der Internationalen Raumstation (ISS). Drei Kilogramm Mandarinen, vier Kilogramm Äpfel und drei Kilogramm Grapefruits sowie zehn Dosen zu 30 Gramm Störkaviar nahmen sie mit, legt das Institut offen. Alles andere ist bereits am 18. November mit dem Raumschiff Progress MC-10 geliefert worden, darunter auch:

    Haferflocken, Aprikosenpüree, Pflaumen, Nüsse, Roggenbrot und verschiedene Arten von Gebäck. Für den ersten Gang dürften sie zwischen den Suppen Kharcho, Borschtsch, Soljanka (alles russische Suppen), Champignonsuppe und Gemüsesuppe wählen. Zu den Hauptgerichten zählen Stör sowie Beluga-Stör, Karpfen mit Gemüse, Hühnerfleisch, Kalbfleisch mit Gemüse und geschmortes Schweinefleisch mit Pfeffer. Die Getränkeauswahl umfasst Kaffee, Kissel, Kakao und Tee. Wodka ist nicht erlaubt wie auch alle anderen alkoholischen Getränke.

    Es wird nicht 16 Mal gefeiert

    Da die Station pro Tag 16 Umdrehungen um die Erde macht, glauben viele, dass die Besatzungen das Fest 16 Mal begehen. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wie der ehemalige ISS-Kosmonaut Sergej Rjasanski gegenüber russischen Medien berichtet, feiern die Kosmonauten abwechselnd und je nach Zeit des Herkunftslandes. Dazu haben die Kosmonauten zwei Räumlichkeiten: eine im russischen und eine im amerikanischen Segment.

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    Jeder kocht etwas Heimisches

    Am ersten Januar haben die Astronauten frei. „Am 31. Dezember gibt es auch etwas mehr Zeit, um mit der Familie zu telefonieren. Ebenso erhielten wir Anrufe und Grüße von den Mission Control Centern in Koroljow und Houston“, erinnert sich Rjasanow.

    Sowohl zu Silvester als auch zu Weihnachten (katholische und orthodoxe) deckt die Besatzung festlich den Tisch. Es gibt nationale Gerichte von amerikanischen Kollegen sowie russische Leckereien. „Jeder bringt was Eigenes, wir Russen holen gerne Schoko-Bonbons“,  erzählt der russische Kosmonaut Anton Schkaplerow. „Wir machen es irdisch mit Oliviersalat und Mandarinen“. Zudem tauschen die Kollegen Fotos und Souvenirs aus.

    Tannenbäumchen schmücken und Filme gucken

    Und es gibt natürlich ein altes Tannenbäumchen. „Das Tannenbäumchen lebt seit vielen Jahren auf der Station, das langlebige Tannenbäumchen. Es ist künstlich und wird jedes Jahr rausgenommen. Girlanden, Lichter, Weihnachtsschmuck – das gibt’s auch“, erzählte Rjasanski.

    Und es ist auch mal vorgekommen, dass die ganze ISS-Besatzung den traditionellen sowjetischen Neujahrsfilm von Eldar Rjasanow „Ironie des Schicksals, oder Genieße dein Bad!“ (Ironija suďby, ili S lëgkim parom!) geguckt hätte. Der Film soll den Jungs gefallen haben, so Rjasanski.

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    Tags:
    Kaviar, Astronauten, Weltall, Tannenbaum, Mandarine, ISS, Raumstation ISS, Wodka, Schweinefleisch, Anton Schkaplerow, Sergej Rjasanskij, David Saint-Jacques, Oleg Kononenko, Bord der ISS, USA, Russland