04:16 22 April 2019
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    ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes in Berlin (Archiv)

    „Erhebliche Defizite“ in Krisenfällen: Katastrophenschutz muss angehoben werden – DRK

    © AP Photo / Markus Schreiber
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    Deutschland ist auf Katastrophenfälle wie Unwetter und Cyberangriffe unzureichend vorbereitet. Diese Kritik kommt vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Das DRK fordert eine bessere Vorbereitung auf Krisenfälle.

    „Beim nationalen Krisenmanagement haben wir erhebliche Defizite“, teilte Gerda Hasselfeldt, DRK-Präsidentin, der „Saarbrücker Zeitung“ mit. Zu den Katastrophenfällen gehören etwa schwere Unwetter sowie Cyberangriffe.

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    Deswegen hat das DRK gemeinsam mit anderen anerkannten Hilfsorganisationen ein Konzept zum nationalen Krisenmanagement ausgearbeitet, das bereits im Mai 2018 vorgelegt wurde. Dieses Konzept sieht zehn Materiallager in der Bundesrepublik Deutschland vor, die mit Betten, Zelten und medizinischen Hilfsmitteln ausgestattet sein und im Ernstfall der Versorgung von rund 50.000 Personen dienen sollen.

    Ähnliche Materiallager hat es laut Hasselfeldt in Westdeutschland bis in die 1990er-Jahre gegeben. Die Erfahrungen während der Flüchtlingskrise hätten gezeigt, dass solche Einrichtungen heutzutage fehlen würden.

    Die Anfangskosten für die vom DRK vorgeschlagenen zehn Lager belaufen sich laut dem DRK auf 109 Millionen Euro. Über die Finanzierung habe es Gespräche mit der Bundesregierung und Parlamentsmitgliedern gegeben, teilte ein Sprecher des DRK mit, allerdings sei eine Umsetzung im Haushalt für 2019 nicht vorgesehen – es werde sich also 2019 nicht viel an dieser Lage ändern. Das DRK hoffe allerdings, dass die Finanzierung im Haushalt 2020 eingeplant werde.

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    Tags:
    Defizit, Finanzierung, Flüchtlingskrise, Cyberangriff, Krise, Deutschland