10:21 23 April 2019
SNA Radio
    Feuerwerkskörper (Symbolbild)

    Feuerwerksverkauf in Deutschland gestartet – Könnte Böllern komplett verboten werden?

    CC0
    Panorama
    Zum Kurzlink
    172313

    Der Feuerwerksverkauf für die kommenden Silversterfestlichkeiten ist freigegeben worden – und wieder flammen die Gespräche über die Sinn- und Unsinnhaftigkeit der Böllerei auf. Einige Städte haben bereits Verbotszonen eingerichtet, könnten weitere folgen?

    Der Verkauf von Feuerwerk der Kategorie F2 ist freigegeben worden. Zu dieser Kategorie zählen Raketen, Batterien und Knallkörper. Der Verkauf endet am 31. Dezember. Doch wie jedes Jahr entbrennen wieder neue Debatten, ob und welche Einschränkungen für das traditionelle Silvester-Böllern gelten müssen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Halle-Neujahr! „Böller-Idioten“ verletzen 50 Berliner Polizisten<<<

    Einige Beschränkungen gibt es schon: Um die Böller zu nutzen, muss man volljährig sein. Zudem ist das Abbrennen von Pyrotechnik in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen nicht erlaubt.

    Die Gegner weiterer Verbote verweisen auf den erheblichen kommerziellen Nutzen.  So soll alleine im vergangenen Jahr mit dem Verkauf von Feuerwerk ein Umsatz von 137 Millionen Euro erzielt worden sein.

    Befürworter erheblicher Einschränkungen argumentieren dagegen, dass der Anteil von illegalen Böllern immer weiter steigt.

    In diesem Zusammenhang warnen Experten regelmäßig vor den Gefahren durch diese verbotenen Böller. Die Polizei verweist zudem auf eine Tendenz, dass sich vermehrt Gruppen mit Feuerwerkskörpern beschießen.

    Mehrere Städte haben bereits das Abbrennen von Böllern in ihrer Innenstadt wegen der Brand- und Verletzungsgefahr untersagt.

    So gibt es in Göttingen, Düsseldorf, Tübingen und Celle schon seit Jahren ein Feuerwerksverbot in den Altstädten. Auch in Nationalparks sind Feuerwerkskörper verboten – dort zum Schutz der Tiere in der Natur. In diesem Jahr hat auch Hannover ein Verbot angekündigt. Es soll einen Bereich in der Fußgängerzone und um den Hauptbahnhof herum betreffen.

    Ein generelles Feuerwerksverbot in Innenstädten bleibt laut „Tagesschau“ allerdings unwahrscheinlich.

    So habe etwa die Deutsche Umwelthilfe schärfere Vorschriften gegen Silvesterböller gefordert.

    „Wir möchten eine Verschiebung der Feuerwerksaktivitäten raus aus der Innenstadt”, sagte der Geschäftsführer Jürgen Resch.

    „Entweder auf Flächen am Stadtrand, wo die Menschen ihre Feuerwerkskörper abfeuern können, oder noch besser ein professionelles Feuerwerk außerhalb sensibler Zonen, an dem sich alle erfreuen können und welches kaum Feinstaub erzeugt.”

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Wie „Star Wars“ – Drohne fliegt mitten durch Feuerwerk — VIDEO<<<

    Der Deutsche Städtetag habe diese Forderung allerdings zurückgewiesen.

    Auch Julia Klöckner, die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, soll dem Vorstoß eine Absage erteilt haben. Die geltenden Regelungen würden nämlich durchaus ausreichen.

    „Dass es immer wieder Deppen gibt, die sich nicht daran halten, kommt leider auch in anderen Bereichen des Alltags vor”, sagte sie in diesem Zusammenhang dem „Spiegel“.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Einschränkungen, Verbot, Feuerwerkskörper, Feuerwerk