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05:53 18 Oktober 2019
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    „Nazis sind nicht vom Mond zurückgekommen“: Prognosen, die 2018 nicht aufgingen

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    Superrechner, 3D-Kommunikation auf dem Handy und fahrerloses Bahnfahren – all das hätte bereits 2018 Realität werden sollen. Was gab es noch an Erwartungen, die sich nicht erfüllt haben?

    Die französische Zeitung „Le Monde“ listet bedeutende Ereignisse auf, die prognostiziert worden sind, jedoch nicht stattgefunden haben.

    Exascale-Computer

    Mit dem Bau eines Exascale-Computers hätte der Menschheit 2018 ein Durchbruch im Bereich der Rechnertechnik gelingen sollen. Doch das von der US-amerikanischen Militärforschungsagentur Darpa angekündigte Supersystem, das eine Milliarde Milliarden Rechenoperationen pro Sekunde ausführen kann, wurde bisher nicht gebaut.

    AKW Flamanville

    Die Inbetriebnahme des neuen Atomreaktors im französischen Flamanville, an dem seit mehr als zehn Jahren gebaut wird, wurde mehrmals und zuletzt auf 2018 verschoben. Doch auch im vergangenen Jahr ging der neue Meiler, der die Stilllegung des umstrittenen Kernkraftwerks Fessenheim nahe der deutschen Grenze ermöglichen soll, nicht ans Netz.

    Gigantisches Teleskop

    Das Extremely Large Telescope (ELT) hätte ab 2018 nach neuen Planeten suchen sollen. Mit seinem gigantischen Hauptspiegel mit 39 Metern Durchmesser hätte es das größte optische Teleskop der Welt werden sollen. Projektbetreiber ESO, die Europäische Südsternwarte, verspricht, die im Bau befindliche Anlage bis 2024 fertigzustellen.

    3D-Handy

    Smartphones, die 3D-Inhalte auf ihren Displays zeigen und mit der Kamera aufnehmen können, hätten die Kommunikation revolutionieren sollen. Die Firma DisplaySearch hatte für 2018 rund 71 Millionen solche Smartphones weltweit prognostiziert. Doch auch diese revolutionäre Technologie lässt auf sich warten.

    Suche nach Leben auf dem Mars

    Mit dem ExoMars Rover will die Europäische Weltraumorganisation ESA nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen. Der ursprünglich für 2018 geplante Start fand nicht statt, weil die Nasa, so „Le Monde“, dem Projekt die Unterstützung verweigert hatte. Die Mission soll nun 2020 – in Zusammenarbeit mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos – wiederaufgenommen werden.

    Reiseflug zum Mars

    US-Unternehmer Dennis Tito, der 2001 als erster Weltraumtourist die Internationale Raumstation ISS besuchte, hatte für 2018 den ersten Reiseflug zum Mars angekündigt. Das Konzept der Reise, die knapp anderthalb Jahre hätte dauern sollen, wurde aus finanziellen Gründen aufgegeben.

    Strom aus Fusionsenergie

    Der Kernfusionsreaktor ITER, der seit mehr als zehn Jahren beim südfranzösischen Kernforschungszentrum Cadarache im Bau ist, hätte 2018 in Betrieb gehen und erstmals Strom aus Fusionsenergie erzeugen sollen. Die auf dem Tokamak-Prinzip beruhende Anlage soll nun ab 2025 laufen.

    Fahrerlose U-Bahn

    Die fahrerlose U-Bahn Grand Paris Express hätte im vergangenen Jahr den Pariser Stadtkern mit seinen Vororten verbinden sollen. Aus politischen wie technischen Gründen hat man erst 2016 mit dem Bau begonnen. Das neue Netz könnte frühestens 2025 in Betrieb gehen.

    Tours Duo

    Das Wolkenkratzer-Paar Tours Duo des Architekten Jean Nouvel hätte im vergangenen Jahr in Paris eröffnen sollen. Der neue Termin lautet 2020.

    Keine Invasion durch Mond-Nazis

    „Mond-Nazis“, Nachfahren der nach Kriegsende auf den Mond geflohenen deutschen Nationalsozialisten, sind 2018 nicht auf die Erde zurückgekommen, um sich an den Erdbewohnern zu rächen, wie dies der Science-Fiction-Film Iron Sky des finnischen Regisseurs Timo Vuorensola bereits 2012 skizziert hatte. Auch wurde auf der dunklen Seite des Mondes keine Nazi-Basis entdeckt.

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    Tags:
    Nazis, Mond, Deutschland, Frankreich