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17:55 23 September 2019
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    US-Flagge und Handschellen (Symbolbild)

    In Moskau gefasst: Mutmaßlicher US-Spion zuvor beim US-Militär rausgeflogen

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    Der in Moskau wegen Spionageverdachts festgenommene US-Amerikaner Paul Nicholas Whelan war vor zehn Jahren unehrenhaft aus dem US-Militär entlassen worden, wie die „Washington Post“ berichtet.

    Aus Militärdokumenten geht hervor, dass Whelan 2008 wegen Diebstahls verurteilt und unehrenhaft aus dem US-Marine Corps entlassen worden sei.

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    Whelan soll 1994 den Dienst bei den US-Marines angetreten und sich bis zum Rang des Hauptfeldwebels hochgedient haben. 2004 und 2006 habe er im Irak gedient, so die Washington Post.

    2008 sei Whelan allerdings für mehrere diebstahlbezogene Verbrechen verurteilt und „wegen unangemessenen Verhaltens“ unehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen worden.

    Laut seinen Verwandten arbeitet Whelan derzeit als Direktor im Sicherheitsbereich des US-amerikanischen Automobilzulieferers BorgWarner, der eine Geschäftstätigkeit in Russland betreibt.

    Seit 2007 soll der US-Amerikaner Russland regelmäßig besucht und sich mit großem Respekt über das Land geäußert haben. Außerdem habe er die russische Sprache schnell gelernt.

    Der Grund seines letzten Aufenthaltes in Moskau sei die Hochzeit seines Freundes und ehemaligen Kameraden gewesen. Whelan soll sich im Hotel Metropol niedergelassen haben und nach dem 28. Dezember nicht mehr erreichbar gewesen sein.

    Dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB zufolge wurde der US-Bürger Paul Whelan in Moskau am 28. Dezember bei einer Spionageaktion festgenommen. Der Mann sei auf frischer Tat ertappt worden, hieß es. Der FSB machte keine näheren Angaben.

    Gegen den mutmaßlichen US-Spion sei ein Strafverfahren nach Artikel 276 (Spionage) des Strafgesetzbuches Russlands eingeleitet worden. Dieser Artikel sieht eine Haftstrafe von zehn bis zwanzig Jahren vor.

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    Tags:
    Geheimdienst, US-Bürger, Moskau-Besuch, Festnahme, Spionage-Skandal, Spionage, US-Marine, US-Marinestreitkräfte, US-Marine Corps (USMC), FSB, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), The Washington Post, Moskau, Russland, USA