03:43 20 Januar 2019
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    Dmitrij Rogosin

    Roskosmos-Chef wird Nasa besuchen – US-„Falken“ beunruhigt

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    Die Vorbereitung des USA-Besuchs des Chefs der russischen Weltraumbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, wird fortgesetzt, trotz der Kritik seitens einiger Vertreter des Establishments in Washington. Dies erklärte die Pressesprecherin der US-Weltraumbehörde (Nasa), Megan Powers. Ihre Worte führt die US-amerikanische Zeitung „Politico“ an.

    Der „Politico“ zufolge ruft die mögliche Anreise des Chefs von Roskosmos in die USA unter den Washingtoner „Falken“ eine ernsthafte Beunruhigung hervor.

    „Die Beziehungen zwischen den USA und Russland im Weltraumbereich fußen mit ihren Wurzeln in den 1970-er Jahren“, sagte die Pressesprecherin, wobei sie daran erinnerte, dass der Nasa-Direktor Jim Bridenstine im Oktober Russland besucht hätte und dort an den mit der Entsendung der Crew zur Internationalen Raumstation  (ISS) verbundenen Veranstaltungen beteiligt gewesen sei.

    Zuvor hatte Bridenstine mitgeteilt, dass der Roskosmos-Chef vorübergehend aus der Sanktionsliste gestrichen werden könne, damit er in die USA kommen und mit der Nasa die weitere Kooperation besprechen könne.

    Einige Gesetzgeber, sowohl Demokraten als auch Republikaner, kritisierten diese Pläne und erklärten, dass sie die Sanktionen gegen Russland unterminieren würden.

    Der „Politico“ zufolge sind Vertreter der beiden politischen Parteien und Experten für nationale Sicherheit über diese Initiative der Nasa empört. Sie seien der Ansicht, dass diese Einladung der US-Sanktionspolitik zuwiderlaufe und „dem antiamerikanischen Fanatiker“ eine öffentliche Plattform zur Verfügung stelle.

    Dabei unterstützen jedoch einige Experten die von der Nasa vertretene Position. Ihres Erachtens sei die Einladung von Rogosin eine natürliche Fortsetzung der amerikanisch-russischen Kooperation in der Weltraumsphäre, die die beiden Länder vor einer zunehmenden Spannung in anderen Bereichen ihrer Beziehungen behüten.

    Indes wird der Besuch von Rogosin nur der zweite Fall sein, wo die Trump-Administration Ausnahmen für die unter Sanktionen befindlichen russischen Staatsbeamten mache. Im Januar des vergangenen Jahres seien Vertreter der russischen Geheimdienste „geheim“ zu einer Beratung mit ihren amerikanischen Kollegen gekommen. Einer der Gäste war der Chef des Dienstes für Auslandsaufklärung, Sergej Naryschkin, dem seit 2014 die Einreise in die USA verboten ist.

    Die Nachricht vom Besuch Naryschkins hatte eine stürmische Debatte ausgelöst. Kritiker äußerten, dass sein Besuch in den USA die westlichen Sanktionen unterminiere, die berufen seien, „die russische Aggression zu dämpfen“. Das Weiße Haus begründete seine Entscheidung mit der Notwendigkeit einer Kooperation mit Moskau bei Antiterror-Operationen.

    Rogosin will die USA in der zweiten Februarhälfte besuchen. Er beabsichtigt, die Produktion in den Betrieben von Boeing zu studieren und mit dem Chef der SpaceX-Company, Elon Musk, zusammenzutreffen. Darüber hinaus plant der Roskosmos-Chef, über neue Verträge zum Start von „Proton“-Raketen zu verhandeln.

    Rogosin war noch im Jahr 2014 in die Sanktionslisten der USA aufgenommen worden.

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