19:59 22 April 2019
SNA Radio
    Rettungsdienste am Ort des Hauseinsturzes in der russischen Stadt Magnitogorsk

    Hochhaus-Explosion in Russland: 38 Tote geborgen – keine Sprengstoffspuren

    © Sputnik / Oleg Jolkin
    Panorama
    Zum Kurzlink
    60334

    Vier Tage nach der Explosion in einem mehrstöckigen Wohnhaus in der russischen Uralstadt Magnitogorsk ist die Zahl der Opfer auf 38 gestiegen. Wie Sputnik vom Pressedienst des russischen Zivilschutzministeriums erfuhr, befinden sich sechs Kinder unter den Toten. Vier Menschen werden weiter vermisst.

    Die Bergungsarbeiten seien weiter im Gange, hieß es. Wegen drohender Einsturzgefahr würden die Trümmer mit besonderer Sorgfalt geräumt.

    Das gerettete Baby nach dem Hauseinsturz in Magnitogorsk
    © Sputnik / Katastrophenschutzministerium der Russischen Föderation
    Nach Angaben der regionalen Zivilschutzbehörde sind 22 Leichen, darunter drei Kinder, identifiziert worden.

    Auf Anordnung des Gouverneurs des Gebietes Tscheljabinsk, Boris Dubrowski, wird die Gebietsregierung den Familien der Opfer je eine Million Rubel (rund 12.600 Euro) Entschädigung zahlen. An die Schwer- und die Leichtverletzten werden jeweils 400.000 und 200.000 (etwa 5.000 bzw. 2.500 Euro) ausgezahlt. Zur Entschädigung der Vermögensverluste sollen zusätzlich 300.000 bis 500.000 Rubel (3.800 bis 2.500 Euro) je Familie bereitgestellt werden. Das wurde am Donnerstag bei Telegram mitgeteilt.

    Der Teileinsturz des zehngeschossigen Wohnhauses hatte sich in der Nacht zum Silvestertag ereignet. Als Ursache wird eine Explosion von Haushaltsgas vermutet. Wie die Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, am Mittwoch sagte, sind am Unfallort keine Sprengstoffspuren entdeckt worden. Damit wies sie gegenteilige Medienspekulationen zurück.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Hauseinsturz in Russland: Opferzahl steigt auf 27
    Tote und Verletzte bei Hauseinsturz in Russland - Dutzende Menschen vermisst
    Einsturz-Tragödie im Ural: Elf Monate altes Baby lebend geborgen - VIDEO
    Einsturz von Hochhaus in russischem Ischewsk: Opferzahl steigt auf sechs
    Tags:
    Trümmer, Wohnhaus, Explosion, Ermittlungskomitee Russlands, Russlands Zivilschutzministerium, Sputnik, Swetlana Petrenko, Magnitogorsk, Russland