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    Das Wappen Russlands auf dem Wappenbuch der Russischen Kaiserreichs (Symbolbild)

    Extrem selten und super wertvoll: Wer erhält den Zuschlag für die Platinrubel?

    © Sputnik / Dmitrij Korobejnikow
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    Ende Januar findet in Berlin Europas größte Münzmesse statt. Bei einer Auktion kommen drei russische Platinrubel unter den Hammer. Die Stücke aus der Zeit von Zar Nikolaus I. sind von größter Seltenheit und darum äußerst wertvoll.

    Bei den Münzen handelt es sich um ein Zwölf-Rubel-, ein Sechs-Rubel- und ein Drei-Rubel-Stück. Das Trio besteht aus Platin und wurde im Jahr 1839 geprägt. Gemeinsam haben sie einen Schätzwert von einer halben Millionen Euro.

    © Foto : Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG
    © Foto : Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG

    Bei diesen Summen gerät der Ottonormalverbraucher, der es im Alltag mit Ein- oder Zwei-Euro-Stücken zu tun hat, gewaltig ins Staunen. Was die russischen Münzen so wertvoll macht, erklärt Fabian Halbich aus dem Haus Künker Münzaktionen und Goldhandel. „Der erste wichtige Punkt ist die Seltenheit. Die Münzen sind unter einem bedeutenden russischen Zaren entstanden, Nikolaus I. Der hat in den 20er, 30er und 40er Jahren des 19. Jahrhunderts Münzen geprägt. Der Jahrgang 1839 ist einer der seltensten.“

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    180 Jahre alt und in Toppzustand

    Der zweite Faktor ist laut dem Numismatiker (Münzexperte) die außergewöhnliche Qualität der Stücke: „Wenn sie sich überlegen, wie eine frischgepresste Münze nach zwei Wochen aussieht, wenn sie mit anderen Münzen im Portemonnaie aneinanderschlägt, dann ist das ein Unterschied.“ Den Platinrubeln dagegen sieht man ihre 180 Jahre nicht an. „Sie sind sehr, sehr gut erhalten und deshalb für einen Sammler attraktiv und schön anzusehen.“

    Das wichtigste sei aber die Provenienz. Das bedeutet: Woher kommt das Stück? Wo hat es sich befunden? Bei den drei Platinrubeln ist die Herkunft laut Halbich lückenlos belegt.

    „Die Münzen kommen aus zwei sehr bedeutenden Sammlungen: Hutten-Czapski und Großfürst Georgy Michailowitsch. Diese beiden Herren hatten die Münzen in ihrem Besitz. Das ist belegbar und darum sind die Münzen auch so teuer.“

    Allein das Zwölf-Rubel-Stück hat einen Schätzpreis von 250.000 Euro. Bei der Auktion geht die Münze mit einem Mindestgebot von 200.000 Euro an den Start. Derzeit gehören die drei Seltenheiten zu einer Sammlung aus Österreich. Die Familie hat sich laut Halbich jetzt dazu entscheiden, sich von den Stücken zu trennen.

    © Foto : Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG
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    Interesse aus Russland, Europa und Fernost

    Weil die Münzen seit 1880 nicht mehr in öffentlicher Versteigerung zu erwerben waren, ist das Interesse an den Rubeln nach Angaben des Numismatikers groß. „Die Kunden kommen aus ganz Europa, Fernost, den USA und natürlich auch aus Russland. Es gibt Sammler, die versuchen wollen, diese Objekte der russischen Geschichte wieder ins Land zu holen.

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    Wer sich für die Münzen interessiert und über die nötigen Mittel verfügt, sollte sich am 31. Januar im Estrel Hotel in Berlin einfinden. Dort kommen die Platinrubel unter den Hammer. Die Besichtigung ist bereits vorher.

    © Foto : Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG
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    Das komplette Interview zum Nachhören:

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    Tags:
    Münze, Auktion, Deutschland, Russland