14:25 21 Januar 2019
SNA Radio
    Alpen (Archiv)

    Alarmstufe vier von fünf: Lawinengefahr in Alpen nach heftigen Schneefällen

    © Sputnik / Igor Michalew
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3716

    Nach Anhalten der starken Schneefälle gilt im gesamten deutschen Alpenraum die zweithöchste Lawinenwarnstufe, berichten deutschsprachige Medien am Sonntag unter Berufung auf Behörden.

    Dem Portal Wetter.de zufolge ist die Schneesituation über das Wochenende in den Alpen sehr brenzlig. Im Bereich des Alpenhauptkammes fallen teilweise ein bis zwei Meter Neuschnee. Der Schwerpunkt soll sich dabei vom Wettersteinmassiv und der Zugspitze bis zu den Berchtesgadener Alpen sowie in Österreich in den Tiroler- und den Salzburger Alpen befinden.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: In Chinas Harbin startete das größte Schnee- und Eisfestival der Welt – VIDEO<<<

    Der Lawinenwarndienst Bayern warnte auf seiner offiziellen Internetseite vor großer Lawinengefahr in den Alpen. Demzufolge gilt die Alarmstufe vier von fünf. Das heißt, dass große Lawinen lediglich durch ihr Eigengewicht und damit ohne menschliche Einwirkung ausgelöst werden können. Hauptgrund für die große Lawinengefahr in den Bayerischen Alpen ist demnach „die enorme Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke“.

    Die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag musste Autobahnen wegen möglichen Lawinenabgängen sperren. Wie österreichische Medien unter Verweis auf die Asfinag schreiben, erfolgte auf der Tauernautobahn (A10) eine weitere kontrollierte Lawinensprengung nahe Flachau, weswegen die Autobahn am Sonntagmorgen gesperrt wurde.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Schneechaos löst Warnlage in Deutschland aus – FOTOs und VIDEOs<<<

    Hunderte Zugpassagiere saßen Medienberichten zufolge am frühen Morgen rund vier Stunden lang im österreichischen Leogang im Bundesland Salzburg auf offener Strecke fest, weil ein schneebeladener Baum auf die Gleise gestürzt war.

    In verschiedenen Regionen der Schweiz fielen zwischen 20 und 70 Zentimeter Neuschnee. Der größte Neuschneewert – 73 Zentimeter – wurde in St. Antönien im schweizerischen Kanton Graubünden auf 1510 Metern über dem Meeresspiegel gemessen, so die Medien.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: „Nicht reif genug, um Wahrheit zu sagen“: 15-Jährige sorgt bei Klimagipfel für Furore<<<

    Laut wetter.de ist in der nächsten Woche unbeständiges und wechselhaftes Wetter zu erwarten. Es soll mehr Schnee fallen. Die polare Meereskaltluft wird voraussichtlich gegen Wochenmitte niedrigere Temperaturen bringen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Wetterbericht, Niederschläge, Wetterdienst, Schneefall, Schnee, Schneelawine, Wetter, Alpen, Schweiz, Österreich, Deutschland