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22:14 20 September 2019
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    Valery Gergiev, Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, mit seinem Orchester im Mariinski-Theater

    „Russian Seasons 2019“ beginnen – Ein Jahr Russlands beste Künstler in Deutschland

    © AFP 2019 / ALEXANDER DROZDOV
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    Heute starten mit einer konzertanten Aufführung der Tschaikowsky-Oper „Jolanta“ in der Berliner Philharmonie die „Russian Seasons“ in Deutschland. Bis Ende des Jahres werden in 453 Veranstaltungen in 77 Städten die besten russischen Künstler und Ensembles einen einzigartigen Querschnitt durch das aktuelle russische Kulturleben ermöglichen.

    Die sogenannten „Russischen Spielzeiten" starteten vor zwei Jahren in Japan. Die Idee ist Tourneen der berühmten Ballett-Kompagnie von Sergej Djaghilew entlehnt und adaptiert worden. Die russische Regierung betrachtet dieses Kulturfestival als ideale Möglichkeit, den interkulturellen Austausch mit dem Ausland zu fördern, indem die besten und berühmtesten russischen Künstler die ganze Bandbreite des russischen Kulturlebens erlebbar machen, ohne dafür nach Russland an die verschiedenen Standorte der Kultureinrichtungen reisen zu müssen.

    „Kulturdiplomatie" heißt es deshalb auch nicht ohne Grund auf der Internetseite des Festivals. Rund 120 Millionen Rubel (mehr als 1,5 Millionen Euro) lässt sich die Regierung der Russischen Föderation diesen Kulturmarathon kosten. Weitere Kosten werden von vielen anderen Trägern und Sponsoren übernommen. Auch von deutschen Unternehmen und Institutionen kam Unterstützung, um die „Russian Seasons in Deutschland" ähnlich erfolgreich werden zu lassen, wie bei den zwei ersten Auflagen in Japan 2017 und Italien 2018.

    Tschaikowski vom Mariinski eröffnet das Festivaljahr

    Und dazu bietet Russland das ganze Arsenal seiner Künstler und Kultureinrichtungen auf, die zum Teil Weltgeltung besitzen bzw. Werke aufführen werden, die der russischen Kultur und Kunst Weltgeltung verschafft haben. Vorneweg eine lebende Legende der russischen Kulturszene unserer Tage, Valery Gergiev, Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Mariinsky-Theaters in Sankt Petersburg. Gergiev und das Mariinski sind ein Garant dafür, dass auch die nicht so häufig aufgeführten Werke der Weltmusikliteratur eine Chance bekommen, „in den Wagen einzusteigen, in dem die großen Opernnamen sitzen", wie es der Stardirigent auf der Pressekonferenz in Berlin bildhaft umschreibt. 

    Damit meint er aber vor allem auch Werke, die in Russland nicht so häufig zur Aufführung gelangen, weshalb Rezeptionen von im Westen gut bekannten, aber in Russland nur selten gespielten Werken durch russische Bühnen mitunter interessante neue Interpretationen erfahren. In Deutschland wiederum stehen manche Kompositionen russischer Meister nicht so oft auf den Spielplänen, die in Russland Kultstatus besitzen. Wie Tschaikowskis letzter Oper „Jolanthe", die 1892 im Mariinski ihre Uraufführung erlebte. Gergiev wählte den Einakter für das feierliche Konzert in der Berliner Philharmonie aus, mit dem die „Russian Seasons 2019 in Deutschland" eröffnet werden.

    Nicht nur Altbekanntes und Klassiker während der „Russian Seasons 2019 in Deutschland 

    Die stellvertretende Ministerpräsidentin der Russischen Föderation Olga Golodez betonte vor der anwesenden Presse, dass sie die „Russian Season 2019 in Deutschland" vor allem deshalb mit ganzem Herzen unterstütze, weil dieses Festival bislang bewiesen habe, dass auch neue Bereiche der russischen Gegenwartskultur einem breiten Publikum im Ausland nahe gebracht werden können, neue, junge Künstler. 

    Dem pflichteten sowohl Mikhail Schwydkoi, Berater des russischen Präsidenten für Fragen der kulturellen Zusammenarbeit, als auch Valery Gergiev bei. Er erinnerte daran, dass auch schon bei den beiden vorherigen „Seasons" junge russische Künstler vorgestellt worden seien. Das werde sich auch bei den „Seasons" in diesem Jahr in Deutschland wiederholen. Beispielsweise mit Ballettinszenierungen junger Choreographen, die modernes Ballett mit klassischer Musik verbinden.

    Das Programm der „Russian Seasons 2019 in Deutschland" aus Aufführungen von Musik- und Sprechtheatern, Zirkus, Ausstellungen, Filmen usw. wird monatlich auf der Internetseite des Festivals www.russianseasons.org/de/programm aktualisiert.

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    Tags:
    Künstler, Konzert, Eröffnung, Festival, Ballett, Kunst, Musik, Russische Saisons in Deutschland, Mariinsky Theater, Deutschland, Russland