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    Vulkan (Symbolbild)

    Forscher weisen nach: Unter Eifel-Vulkan steigt Magma auf

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    Unter dem Laacher See in der Eifel steigt offenbar Magma in die Erdkruste auf. Zu diesem Schluss sind die Forscher vom Verbund der Landeserdbebendienste gekommen.

    Darauf deuten mehrere niederfrequente Erdbebenserien hin, die seit 2013 in einer Tiefe zwischen zehn und über 40 Kilometern unter der Eifel registriert wurden.

    Sie können nicht-tektonischen Ursprungs sein und sind nicht durch Verschiebungen von Erdplatten entstanden. Es sind Lebenszeichen des Vulkans, der dort vor rund 13.000 Jahren ausgebrochen war und seine Magmakammer geleert hatte. Die gemessenen Mikroerschütterungen ließen sich nur damit erklären, dass hier Magma aus dem oberen Erdmantel in die mittlere und weiter in die obere Erdkruste aufsteigt.

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    Wie aktiv der Vulkan wieder werden kann, ist umstritten. Ein Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende vulkanische Aktivität seien die Magmabewegungen jedoch nicht, erklären die Wissenschaftler in einer Mitteilung des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ).

    Dennoch plädieren die Forscher dafür, das Gebiet gründlich seismisch zu überwachen. Zudem sei eine umfassende Analyse der vulkanischen Gefahren in der Eifel sinnvoll, denn wegen der dichten Besiedlung der Region wäre eine Eruption heute verheerend.

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