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    Zeitung: Deutschland könnte vom „rückständigen“ Russland so manches lernen

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    Die Zeitung „Handelsblatt“ vertritt die Meinung, dass Deutschland sich bei einigen Projekten Russlands, das in Europa seit dem Mittelalter als „rückständig“ angesehen wird, etwas abschauen könnte.

    Das Blatt bemängelt, dass der Eröffnungstermin für den Großflughafen BER in Berlin seit 2006 aufgeschoben werde, während Moskau inzwischen vier Flughäfen habe. „Die Giganten des Moskauer Luftverkehrsknotens“, Domodedowo und Scheremetjewo, hätten mehr als 30 Millionen Passagiere jährlich. Dabei funktioniere die Kofferausgabe schneller und reibungsloser als beispielswiese in Hamburg, heißt es.

    Auch der russische Zugverkehr sei für Nutzer der Deutschen Bahn „ein Schocker“: Russische Züge seien „(fast) immer pünktlich – selbst wenn es schneit“, so die Zeitung. Außerdem seien in den letzten zehn Jahren in der Moskauer Metro fast 50 neue Stationen errichtet worden, während in Berlin in der gleichen Zeit drei U-Bahn-Stationen fertiggestellt worden seien.

    Das Blatt unterstreicht ferner, dass der Zugang zum Internet in Gastwirtschaften oder Hotels und teilweise auch auf öffentlichen Plätzen in Russland kostenfrei ist. Außerdem könnten die Moskauer sieben Tage die Woche und selbst an Feiertagen shoppen. „Nicht nur Supermärkte, auch einige Einkaufszentren, Apotheken, Blumenläden oder gar kleine Kopierläden haben rund um die Uhr geöffnet.“

    „Moskau ist nicht Russland, die russische Hauptstadt ist der Provinz meilenweit voraus. Aber sie zeigt, was Russland anstrebt“, unterstreicht die Zeitung.

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    Tags:
    Flughäfen, Zugverkehr, Moskauer Metro, Internet, Handelsblatt, Deutschland, Russland