09:28 22 Januar 2019
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    Start einer Sojus-Rakete

    Nasa bittet Russen um Mond-Version der Sojus-Rakete

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    Die Nasa soll den russischen Raumfahrtkonzern Roskosmos um eine Version der Sojus-Rakete gebeten haben, die Astronauten auf den Mond befördern kann. Das teilte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin am Donnerstag mit.

    Die Amerikaner bestehen laut Rogosin darauf, dass Russland US-Astronauten auch weiter mit Sojus-Kapseln zur ISS-Station bringt.

    „Und sie bitten uns sogar darum, dass wir eine Version der Sojus entwickeln, die zum Mond und zurückfliegen kann, um ein zweites Reserve-Raumverkehrssystem zu schaffen“, sagte Rogosin gegenüber dem TV-Sender „Rossiya 24“.

    Rogosin lud während des Interviews Nasa-Direktor Jim Bridenstine nach Russland ein: „Wenn es auf US-Gebiet nicht klappt, können wir uns jederzeit auf russischem Gebiet treffen.“ Roskosmos sei auf Zusammenarbeit eingestellt, fügte Rogosin hinzu.

    Er warte aber immer noch auf eine Erklärung, warum die Nasa ihn kurzfristig ausgeladen habe. Die Reise war als Ausnahme vom bestehenden Reiseverbot für Februar geplant gewesen.

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    Im Februar war ein Treffen zwischen Rogosin und Bridenstine in den USA geplant. Die Einladung für den Roskosmos-Chef wurde jedoch vor Kurzem zurückgezogen – angeblich wegen dessen Äußerungen über amerikanische Politikkreise. Rogosin steht seit 2014 auf der Sanktionsliste der USA.

    Im August hatte der Vizepremier von Roskosmos, Juri Borissow, mitgeteilt, dass die vertraglichen Verpflichtungen Russlands gegenüber den USA für den Transport amerikanischer Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) im April 2019 auslaufen. Die USA haben Medienberichten zufolge vor, ab 2019 ihre eigenen Raumschiffe für den Transport einzusetzen.

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    Rakete, Sojus, NASA, Roskosmos, Dmitri Rogosin, Internationale Weltraumstation ISS, Weltraum, USA, Russland