22:40 11 Juli 2020
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    Fettleibigkeit ist ungesund und deswegen sollten Fettabsaugungen auch von Krankenkassen bezahlt werden, findet Gesundheitsminister Jens Spahn. Die Krankenkassen sehen hingegen keinen hinreichenden Beleg für den therapeutischen Nutzen des Eingriffs.

    Speckröllchen, gerade nach dem weihnachtlichen Schlemmen, kennt wohl fast jeder aus eigener Erfahrung. Und zu den Vorsätzen für das neue Jahr gehören bei so manchem bestimmt auch die Klassiker „Abnehmen“ oder „im Fitnessstudio anmelden“. Wenn das nicht hilft, bleibt noch der Gang zum Schönheitschirurgen. Mit etwa 1800 bis 5500 Euro ist die Fettabsaugung jedoch kein preisgünstiges Unterfangen.

    Wenn es nach Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht, soll die sogenannte Liposuktion künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. "Bis zu drei Millionen Frauen mit krankhaften Fettverteilungsstörungen leiden täglich darunter, dass die Krankenkassen ihre Therapie nach einem Gerichtsurteil nicht bezahlen", zitiert die Frankfurter Allgemeinen Zeitung den Minister. Genau diesen Menschen wolle Spahn künftig schnell und unbürokratisch helfen. Die Krankenkassen hingegen sehen den Nutzen der Liposuktion nicht hinreichend belegt.

    Laut einem Bericht von Spiegel Online will der Gesundheitsminister sein Ministerium dazu ermächtigen, selbstständig und ohne Zustimmung des Bundesrates darüber zu befinden, welche Untersuchungs- und Behandlungsmethoden von den Krankenkassen übernommen werden müssen.

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    Tags:
    Leistung, Krankenversicherung, Abnehmen, Gesundheitsministerium, CDU, Jens Spahn, Deutschland