06:36 16 Juli 2020
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    Mehrere Länder dürften aus Sicht des Sicherheitsrates Russlands biologische Waffen neuer Generation entwickeln. Allein die USA hätten weltweit rund 200 militärische Biolabors eingerichtet, darunter in der Ukraine und GUS-Mitgliedsländern“, erklärte Sicherheitsratssekretär Nikolai Patruschew am Dienstag in Moskau.

    „Die Entwicklung von Biotechnologien ist  besorgniserregend, denn es geht höchstwahrscheinlich um Forschungen doppelter Zweckbestimmung. Wir schließen nicht aus, dass einige Länder an neuen biologischen Waffen tüfteln“, sagte Patruschew in einem Interview der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta".

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    Die Tätigkeit dieser Labors habe mit friedlichen Forschungen wenig gemein. Besorgniserregend seien Experimente an Menschen. In diesem Zusammenhang würden eine verstärkte globale epidemiologische Kontrolle und Forschungen im Bereich der biologischen Sicherheit immer aktueller, sagte Patruschew.

    Russland hatte sich bereits mehrmals besorgt gezeigt über Aktivitäten des Pentagon „in unmittelbarer Nähe zu russischen Grenzen“. Es geht unter anderem um das „Forschungszentrum für gesellschaftliches Gesundheitswesen“ unweit der georgischen Hauptstadt Tiflis, wo ein medizinisches Forschungsteam des US-Heeres aktiv ist.

    Moskau geht davon aus, dass die Behörden der USA und Georgiens die wahre Ausrichtung der Tätigkeit dieses Teams verheimlichen, die besonders gefährliche Infektionskrankheiten erforscht. Dagegen behauptet Tiflis, dass sich das Laboratorium ausschließlich mit zivilen Forschungen befasst.

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    Tags:
    Chemielabor, Biowaffen, Chemiewaffen, US-Armee, Pentagon, Tiflis, Russland, Georgien, USA