12:56 21 Februar 2019
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    Das rauchfreie Produkt von Philip Morris - IQOS (Archiv)

    Das Aus für Marlboro & Co? Weltweit größter Hersteller schafft Zigarette ab

    © AFP 2018 / Fabrice COFFRINI
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    Marcel Joppa
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    Philip Morris ist der weltweit größte Zigarettenhersteller. Zu seinen Marken zählen unter anderem Marlboro, L&M, f6, Juwel, Karo oder Parliament. Doch mit der Rauchwahre dürfte bald Schluss sein: Das Unternehmen hat sich anscheinend verpflichtet, auf rauchfreie Alternativen umzustellen. Dafür investiert der Konzern bereits jetzt Milliarden.

    Der internationale Tabakhersteller Philip Morris mit Hauptsitz in den USA will Hunderte Millionen Raucher so schnell wie möglich auf eine Alternative zum weiterhin beliebten Glimmstängel einstellen. Der weltweit größte privatwirtschaftliche Produzent von Tabakprodukten möchte dabei nach eigenen Aussagen auf eine „bessere“ Art des Rauchens setzen. Auf der Webseite des Unternehmens heißt es in einer Erklärung:

    „In einer idealen Welt würde niemand rauchen. Deshalb engagieren wir uns bei PMI für eine rauchfreie Zukunft. Dies bedeutet, dass wir die Zukunft von PMI auf rauchfreien Produkten aufbauen, die eine viel bessere Wahl sind als das fortgesetzte Rauchen.“

    Diese neuen Produkte sollen die „alten“ Zigaretten ersetzen. Da viele Raucher Nikotin und Tabak laut Philip Morris International freiwillig nicht aufgeben wollten, verdienten diese Menschen eine externe Entscheidung.

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    Mehr als 4,5 Milliarden Dollar investiert…

    Der Zigarettenhersteller erklärt weiter, dass es bereits eine große Nachfrage nach rauchfreien Produkten gebe. Diesen Weg wolle der Konzern ausbauen, auch mit massiven finanziellen Mitteln:

    „Bis heute haben wir mehr als 4,5 Milliarden USD in die Forschung und Entwicklung rauchfreier Produkte investiert. Wir beschäftigen über 400 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker.“

    Die Pläne des Tabakriesen enthalten vier rauchfreie Produkte, von denen das erste – IQOS – bereits vor Jahren auf dem Markt erschien. Das Gerät ermögliche es laut Hersteller, den Tabak zu erhitzen, anstatt ihn zu verbrennen. Dadurch entstehe ein aromatischer, nikotinhaltiger Dampf, der giftige Chemikalien deutlich reduziere. Diese „harmlose“ Zigarettenalternative wird in mehreren Studien jedoch angezweifelt, die daran mitwirkenden Forscher fordern weitere Sicherheitsprüfungen.

    Ein Appell an die Politik…

    Wird die herkömmliche Zigarette also bald vom Markt verschwinden? Wenn es nach Philip Morris geht, dann schon. Das Unternehmen ruft auf seiner Homepage führende Politiker aus der ganzen Welt dazu auf, die Vision einer rauchfreien Zukunft zu unterstützen:

    „Wir glauben, dass Produkte, die rauchfrei sind, eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der öffentlichen Gesundheit spielen können – allerdings nur, wenn vernünftige Richtlinien und Regulierungsrahmen für Raucher verabschiedet werden.“

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    Verbraucher sollen nach dem Willen des Tabak-Riesen künftig auch in der Lage sein, mehr Informationen über Rauchalternativen zu bekommen. Da die Tabaklobby in der deutschen Politik zahlreiche Verbündete hat, vor allem auf Seiten von Union und FDP, könnte die „Vision“ von Philip Morris somit auch in Deutschland weiter vorangetrieben werden.

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    Tags:
    Alternative, Rauchen, E-Zigarette, Zigaretten, Philip Morris, USA