03:10 10 Juli 2020
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    Eine neue Studie hat den Psychologen erlaubt, die Frage zu beantworten, was die Hauptenttäuschung des Menschen im Leben sei. Forscher von der Cornell University haben festgestellt, dass die Mehrheit der Menschen nicht das bedauert, was im Leben getan wurde, sondern das, was man noch hätte erzielen können. Dies meldet das Frauenmagazin „Emotion“.

    Für die Erläuterung dieses Phänomens wurde eine Dreikomponenten-Struktur vorgeschlagen: Selbsteinschätzung des Menschen dessen, was er zurzeit besitzt und beherrscht; ein ideales Bild von dem, was er werden wollte; und eine gewisse Gestalt, die der Mensch anstreben soll, ausgehend von den Pflichten und Verbindlichkeiten, die von der Gesellschaft vorgeschrieben werden.

    Nach Ergebnissen ihrer sechs Umfragen haben die Forscher festgestellt, dass gerade die Tatsache, wo der Mensch seine Ideale nicht erzielen konnte, von der Mehrheit der Befragten (76 Prozent) als die Hauptenttäuschung ihres Lebens bezeichnet wurde.

    Es stellte sich heraus, dass die vorgeschriebenen Ziele den Menschen nicht glücklicher machen.

    „Wenn wir unser Leben bewerten, denken wir mehr darüber nach, ob wir unsere Ideale erreicht haben, ob wir diejenigen geworden sind, die wir werden wollten“, betont der Professor der Psychologie, Thomas D. Gilovich.

    Die Studienergebnisse zeigten, dass es nicht ausreiche, die Menschen einfach dazu zu bewegen, „richtige Dinge“ zu tun. Für die Menschen sei es lebenswichtig, in Übereinstimmung mit eigenen Hoffnungen und Träumen zu handeln.

    „In der kurzfristigen Perspektive bedauern die Menschen mehr ihre Handlungen als Untätigkeit“, erläutert Gilovich. „Allerdings beginnt in der langfristigen Perspektive das Bedauern zu dominieren, nichts getan zu haben.“

    Diese Studie bestätigt indirekt eine bekannte These von Sigmund Freud, dass nicht das Geld die Menschen glücklich mache, da sie davon in der Kindheit nicht geträumt hätten.

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    Tags:
    Träume, Hoffnungen, Selbsteinschätzung, Enttäuschung, Frauenmagazin "Emotion", Cornell Universtiy, USA, Sigmund Freud, Thomas D. Gilovich, USA