20:21 19 April 2019
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    Google-Office in New York (Symbolbild)

    „Homophob!“ – Google-Mitarbeiter regen sich heftig über das Wort „Familie“ auf

    © AP Photo / Mark Lennihan
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    Ein Mitarbeiter des IT-Konzerns Google hat sich über ein scheinbar harmloses Wort aufgeregt – „Familie“. Er fühlt sich durch das Wort zutiefst verletzt, weil es angeblich „homophob“ sei. Viele Kollegen unterstützen seinen merkwürdigen Protest.

    Schließlich musste sich sogar der Vize-Präsident einschalten, berichtet die Nachrichtenseite „The Daily Caller“. Die Webseite beruft sich dabei auf die ihr vorliegenden Dokumente.

    Die ganze Geschichte begann demnach bei einer Präsentation eines neuen Produkts von Google im Jahr 2017, dessen Zielgruppe Kinder sind. Ein Mitarbeiter sei aus dem Saal gestürmt, weil bei der Präsentation mehrmals das Wort „Familie“ als Synonym für „Haushalt mit Kindern“ gefallen sei.

    Der empörte Mitarbeiter habe sich in den sozialen Netzwerken lang und ausführlich darüber ausgelassen, wie „falsch, unangebracht, verletzend und homophob“ es sei, das Wort „Familie“ in Bezug auf Kinder zu gebrauchen.

    Denn damit impliziere man, dass nur Haushalte mit Kindern als Familien betrachtet würden. Diese Sicht sei „zutiefst homophoben Organisationen“ zueigen.

    Etwa einhundert weitere Google-Angestellte unterstützten den unzufriedenen Mitarbeiter. In den Kommentaren zu seinem Posting zeigten sich viele solidarisch. Eine Frau behauptete laut „The Daily Caller“ sogar, der Begriff füge sich in die Agenda der „Familiären Werte“ der Rechten ein, die durch und durch „homophob“ sei.

    Der Vize-Präsident von Google, Pavni Diwanji, räumte ein, dass das Wort tatsächlich „Sorgen“ verursacht habe. In einem Aufruf an seine Kollegen schrieb er: „Bitte helft uns, besser zu werden.“ Google wolle niemanden ausgrenzen und eine „offene Diskussion“ haben.

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    Tags:
    Kinder, Homophobie, Familie, Google, USA