20:01 10 Dezember 2019
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    Können Sie Fast-Food nicht widerstehen? Forscher finden überraschende Lösung

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    US-Forscher haben herausgefunden, wie man den Wunsch bekämpfen kann, schädliche Gerichte zu essen. Im Ergebnis des Experiments haben die Forscher festgestellt, dass, wenn man den Geruch eines schädlichen Gerichtes innerhalb von zwei Minuten einatmet, der Wunsch vergeht, dies zu verzehren.

    In diesem Fall gelangen so viele Aromasignale in das Sättigungs-Zentrum, das vom Hypothalamus verwaltet wird, dass das Gehirn ein falsches Signal über den Verzehr der Nahrungsmittel erhält.

    US-Forscher von der University of South Florida und der Louisiana State University haben herausgefunden, wie der Wunsch, schädliche Nahrung zu verzehren, bekämpft werden kann. Während der Experimente haben die Forscher festgestellt, dass, wenn der Geruch eines schädlichen Gerichtes im Laufe von etwa zwei Minuten eingeatmet wird, der Wunsch, es aufzuessen, vergeht.

    Das erste Experiment fand in der Cafeteria einer US-Mittelschule statt, wo 900 Personen essen. Am ersten Tag hatten die Fachleute vor dem Eingang in die Cafeteria Zerstäuber mit Pizzageruch aufgestellt, am zweiten Tag Zerstäuber von Apfelgeruch. Der dritte Tag des Experiments war ein Kontrolltag (in der Cafeteria gab es keine Zerstäuber). Alle Schüler verbrachten nicht weniger als zwei Minuten in der Schlange (zum Essen – Anm. d. Red.).

    Wissenschaftler analysierten den Verkauf von Gerichten in der Cafeteria während dieser drei Tage. Am ersten Tag seien 2931 Gerichte verkauft worden, 628 (21,43 Prozent) davon erwiesen sich als nicht nützlich für die Gesundheit. Am zweiten Tag hätten die Schüler 2819 Gerichte gekauft, davon hätten sich 1042 (36,96 Prozent) als schädlich erwiesen. Am dritten Tag seien 2879 Gerichte verkauft worden, darunter 1052 (36,54 Prozent) ungesunde. Es stellte sich heraus, dass die Schüler dann die geringste Menge schädlicher Gerichten gekauft hätten, als sie im Laufe von mindestens zwei Minuten Pizza-Geruch eingeatmet hätten.

    Die Fachleute ordneten der ungesunden Nahrung folgende Gerichte aus dem Sortiment der Cafeteria zu: Chips, Pommes frites, Hotdogs, Brathuhn. Von der gesunden Nahrung hätten die Schüler Obst, Gemüse (z.B. im gemischten Salat), Milch, Wasser sowie weißes Fleisch (Huhn oder Pute) gekauft.

    Das zweite Experiment verlief im Labor. Diesmal sei den 31 Freiwilligen vorgeschlagen worden, Schokogebäck oder Erdbeeren zu wählen. Am ersten Tag sei im Raum ein Zerstäuber mit dem Geruch von Schokogebäck, am zweiten von frischen Erdbeeren aufgestellt worden. Die Testpersonen, die im Laufe von zwei Minuten den Geruch des Gebäcks eingeatmet hätten, verloren die Neigung zu der Süßigkeit und wählten Erdbeeren. Die Mehrheit der Teilnehmer, die den Schokogeruch weniger als 30 Sekunden gerochen hätten, wählte Gebäck.

    Wie im Fall mit dem Apfelgeruch in der Cafeteria, hatte das Erdbeeraroma die Wahl der Teilnehmer des Experiments auf keine Weise beeinflusst. Die Forscher erklärten dies damit, dass nützliche Produkte relativ wenig Aromasignale freisetzen, die in das Gehirnzentrum gelangen, das für die Belohnung zuständig ist. Daher hätte das Früchte- oder Gemüsearoma kaum die Wahl beeinflussen können.

    Die Aromasignale, die von Pizza oder Schokoprodukten ausgestoßen werden, wirken schneller auf die Geruchsrezeptoren des Menschen ein – und das Gehirn verlangt somit die „Belohnung“. Die Forschergruppe betont aber, dass, wenn der Geruch eines nicht nützlichen Gerichts mindestens zwei Minuten eingeatmet würde, würden so viele Signale an das Sättigungszentrum abgegeben werden, dass ein Falschsignal der Befriedigung mit dem Essen erhalten wird, als ob der Mensch es verzehrt hat.

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    Tags:
    Gesundheit, nützlich, Geruch, Hypothalamus, Sättigung, Essen, Louisiana State University, University of South Florida, USA