22:00 06 Dezember 2019
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    Blutmond im Nachthimmel über Frankfurt-am-Main (Archivbild)

    „Blutmond“: So sehen Sie die totale Mondfinsternis Montagmorgen am besten

    © AFP 2019 / DPA / Frank Rumpenhorst
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    Wer es am Morgen des 21. Januar früh aus dem Bett schafft, könnte belohnt werden. Denn von 04:30 Uhr (MEZ) an beginnt der Mond sich langsam in den Schatten der Erde zu schieben. Er leuchtet dann bei diesem Naturschauspiel glutrot.

    „Man braucht freie Sicht in Richtung Westen“, erklärt Carolin Liefke vom Haus der Astronomie in Heidelberg. „Weil das ganze früh am Morgen stattfindet, kurz bevor der Mond dann auch schon untergeht.“

    Die Mondfinsternis sei auf der ganzen Nachthälfte der Erde sichtbar, also in Deutschland und auch weiter westlich in Europa bis in die USA hinein – wenn das Wetter mitspielt. Freie Sicht auf den Mond sollte man natürlich haben, auch kurze Wolkenlücken könnten reichen.

    Blutmond über Kölner Dom (Archivbild)
    © AFP 2019 / DPA/ Rolf Vennenbernd

    Bei einer Mondfinsternis steht die Erde zwischen Mond und Sonne, dabei entsteht ein Schatten. Diesen durchwandert der Mond. Ab 04:34 Uhr mitteleuropäische Zeit (MEZ) kann man verfolgen, wie der strahlend helle Vollmond mit dem linken Rand voran immer weiter in den dunklen Erdschatten eindringt, bis er um 05:41 Uhr vollständig in ihn eingetreten ist. Die Hochphase der Mondfinsternis dauert ungefähr von 05:40 bis 06:40 Uhr. Gegen 07:50 Uhr ist das Spektakel vorbei.

    ​Bei der jetzigen Mondfinsternis erscheint der Mond nicht nur glutrot, sondern auch zehn Prozent größer als gewöhnlich, weil er sich an diesem Morgen auch fast in minimalem Abstand zur Erde befindet. Die rote Färbung stammt daher, dass das Sonnenlicht dann in der Erdatmosphäre gebrochen wird. Die kurzwelligen blauen Lichtanteile erreichen den Mond nicht, die langwelligen roten Lichtanteile schon und lassen ihn so rot erstrahlen. Deswegen wird er auch häufig als „Blutmond“ bezeichnet.

    Bereits am 16. Juni findet die nächste Mondfinsternis statt. Der Mond wird dann zwar nur teilweise verfinstert, dafür kann man das Schauspiel aber bequem am Abendhimmel beobachten. Die nächste totale Mondfinsternis lässt dann bis zum 14. März 2025 auf sich warten.

    Das komplette Interview mit Dr. Carolin Liefke zum Nachhören:

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    Tags:
    Blutmond, Beobachtung, Tipps, Mondfinsternis, Sonnenfinsternis, Deutschland