04:58 01 Dezember 2020
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    Im österreichischen Burgenland soll die 88-jährige Mutter des Direktors der Esterhazy-Stiftungsgruppe Stefan Ottrubay entführt worden sein. Im Raum Eisenstadt startete eine Großfahndung, wie das Portal oe24.at am Dienstagabend mitteilte.

    Der Vorfall hat sich demnach um 15.30 Uhr ereignet. Die 88-Jährige wurde auf offener Straße entführt. Es soll sich dabei um die Mutter von Stefan Ottrubay, dem Direktor der Esterhazy-Stiftungsgruppe, handeln. Er gilt als „der letzte Fürst des Burgenlands”, hieß es.

    ​„Die Fahndung läuft mittlerweile international. Der Vorfall hat sich gegen 15.30 Uhr in der Esterhazy Straße ereignet”, zitiert das Portal den Polizeisprecher Helmut Marban.

    Bei dem Vorfall soll es um ein echt dramatisches Kidnapping gehen. Die Frau sei mit ihrer Pflegerin auf der Esetrhazystraße unterwegs, als zwei schwarze Limousinen gehalten hätten. Aus den Autos stiegen eine große Blondine und ein Mann aus. Die Pflegerin wurde mit Gewalt von der Frau zur Seite gestoßen und die 88-Järige in ein Auto gezerrt, hieß es. Dem Portal bvz.at zufolge hatten die beiden Wagen deutsche Kennzeichen.

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    In Eisenstadt, der Hauptstadt von Burgenland, wurde eine Großfahndung eingeleitet. Die Polizei kontrolliert Straßen vor Ort. Laut dem Portal waren Hintergründe zunächst unklar, allerdings gehe es nicht um Geld.

    ​Stefan Ottrubay ist der Neffe der im Jahr 2014 verstorbenen Melinda Esterhazy, die die Witwe des 1989 verstorbenen Paul V. Fürst Esterházy war. Nach dessen Tod ging auf sie das ehemalige Fideikommisseigentum in Österreich über, wie die Kronen Zeitung am Dienstag schreibt. Im Jahr 1991 habe sie dieses Vermögen in österreichische Privatstiftungen zur Bewahrung des Familienerbes eingebracht. Nachdem sich Melinda Esterházy 2002 in den Ruhestand zurückzog, hat ihr Neffe Stefan Ottrubay die Oberaufsicht übernommen, hieß es.

    Nach Angaben des Portals oe24.at hat die Esetrházy-Gruppe allein im Jahr 2017 einen Umsatz von 53 Mio. Euro erwirtschaftet und damit ein Plus von 6,4 Prozent. 4,1 Mio. Euro wurden in die Stärkung der Wirtschaftsbetriebe und in die Substanz der großen historischen Denkmäler (Burg Forchtenstein, Schloss Esterhazy in Eisenstadt, Steinbruch St. Margarethen) investiert, so das Portal.

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    Entführer, Burgenland, Österreich