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18:31 21 August 2019
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    Geschäft der bei Rechtsextremisten beliebten Kleidermarke Thor Steinar in der Hamburger HSN-Nordbank Passage (Archivbild)

    „Thor Steinar“ eröffnet neues Geschäft in Neubrandenburg – Widerstand angekündigt

    © AP Photo / Axel Heimken
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    Das umstrittene Modelabel Thor Steinar eröffnet am Donnerstag in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) eine neue Filiale. Das hat das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite angekündigt. Es regt sich bereits Protest.

    Wann und wo die Filiale eröffnen soll, ließ das Modelabel zunächst offen. Am Donnerstagvormittag wurden die Daten dann bekanntgegeben.

    Schon am Mittwoch kurz nach der Ankündigung regte sich Widerstand in der drittgrößten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns. Die Initiative „Neubrandenburg Nazifrei“ kündigt ebenfalls auf Facebook an: „Wir werden so eine Art von braunen Szenetreff in der Stadt, der für diese als Anziehungspunkt dient und vor allem auch Kohle in diese Kreise fließen lässt, nicht dulden! Es gibt viele verschiedene Beispiele, wie antifaschistischer Widerstand es solchen Läden immer wieder schwermachen und schließlich auch deren Schließung erwirken konnte. Wir rufen die Stadt und auch jede*n Neubrandenburger*in dazu auf, sich hier zu beteiligen und die Kundschaft mit klar rechtsradikalem Bezug aus der Stadt zu halten und keinen offenen Treffpunkt zu bieten!“

    Die Gruppe „Neubrandenburg Nazifrei“ kündigt auf ihrer Facebook-Seite Proteste an.

    Die Modemarke Thor Steinar wird der rechtsextremen Szene zugeordnet. Für den Verfassungsschutz Brandenburg, weitere Organisationen sowie in den meisten Medienberichten gilt Kleidung der Marke mit Sitz in Mittenwalde (Brandenburg) als Erkennungsmerkmal dieser Szene. Das Tragen der Kleidung ist in vielen deutschen Fußballstadien sowie im Landtag in Mecklenburg-Vorpommern verboten.

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    Tags:
    Widerstand, Antifaschisten, Eröffnung, Geschäft, Markenname, Kleider, Rechtsextremismus, Neonazis, Anders Behring Breivik, Norwegen, Neubrandenburg, Brandenburg, Deutschland