Widgets Magazine
07:18 21 August 2019
SNA Radio
    Israels Luftangriff auf Syrien (21. Januar 2019)

    Marschflugkörper und Bomben: Womit greift Israel Syrien an? – Experte mutmaßt

    © AFP 2019 /
    Panorama
    Zum Kurzlink
    169914

    In der Nacht zum Montag haben die syrischen Luftabwehrkräfte eine massive israelische Attacke abgewehrt. Der russische Militärexperte Juri Ljamin äußerte die Vermutung, welche Waffenarten Israel während seines Angriffs einsetzte. Darüber berichtet die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“.

    „Am 21. Januar 2019 im Zeitraum von 02:11 Uhr bis 02:56 Uhr (00:11 Uhr bis 00:56 Uhr MEZ – Anm. d. Red.) haben die Luftstreitkräfte Israels drei Luftschläge aus westlicher, südwestlicher und südlicher Richtung gegen das syrische Territorium vorgenommen“, hieß es im Nationalen Zentrum für Verteidigungsmanagement Russlands.

    Laut dem russischen Militär vernichteten die syrischen Luftabwehrsysteme dabei mehr als 30 Marschflugkörper und Lenkraketen.

    Der russische Militärexperte Juri Ljamin nahm an, dass bei Israels Attacke folgende Waffenarten genutzt wurden:

    „Offenbar wurden (Marschflugkörper vom Typ) Delilah gegen syrische Flugabwehrsysteme, darunter auch Panzir-S1, eingesetzt.“

    Er verwies unter anderem darauf, dass diese Rakete allem Anschein nach auch bei dem israelischen Angriff im Mai 2018 eingesetzt worden sei: „In einer Reihe von Quellen kann man Erwähnungen der Kamikaze-Drohne Harop entdecken, aber die Aufnahme der Videoübertragung von ihren Zielsuchköpfen sieht ganz anders aus.“

    Für die Vernichtung von großen stationären Objekten wie die Lagerhäuser des internationalen Flughafens Damaskus könnten laut dem Experten gelenkte Gleitbomben vom Typ Spice-1000 eingesetzt worden sein. (Im Netz tauchte die Information auf, dass nahe Damaskus angeblich die Reste einer von der syrischen Luftabwehr abgeschossenen Rakete dieses Typs gefunden worden seien.)

    ​„Im Ganzen lässt sich sagen, dass der Einsatz von Marschflugkörpern und Gleitbomben den israelischen Luftstreitkräften ermöglicht, Angriffe im Bezirk von Damaskus außerhalb vom Radius der modernsten Luftabwehrsysteme Syriens – Panzir-S1, Buk-M2E und Pechora-2M – zu verüben“, so Ljamin. Die jüngst gelieferten S-300-Systeme eignen sich die Syrer ihm zufolge noch an und befinden sich nicht im Bereitschaftsdienst.

    In der Nacht zum Montag war berichtet worden, dass israelische Militärs einen Angriff auf Syrien ausgeübt hätten. Nach Angaben Israels war die Bombardierung eine Antwort auf den Versuch eines Raketenbeschusses der Golanhöhen vom Sonntag, für die die Israelis den Iran verantwortlich machen.

    Israelische Militärs bezeichneten „Waffenlager, Militärobjekte am Flughafen von Damaskus, ein iranisches Aufklärungszentrum, einen iranischen Truppenübungsplatz“ als Ziele des Luftangriffs auf Syrien. Darüber hinaus seien Luftabwehrsysteme angegriffen worden, die bei der Bombardierung eingesetzte israelische Jets beschossen hätten.
    Später wurde bekannt, dass mindestens vier syrische Militärs bei dem israelischen Angriff ums Leben kamen, weitere sechs erlitten Verletzungen. Laut russischen Militärs wurde durch die israelische Attacke auch teilweise die Infrastruktur des internationalen Flughafens von Damaskus beschädigt.

    >>> Mehr zum Thema: Syrische Luftabwehr wehrt israelischen Angriff im Süden des Landes ab – Sana<<<

    Einen Tag zuvor hatten vier Flugzeuge F-16 der israelischen Luftwaffe Luft-Boden-Lenkraketen vom Mittelmeer aus auf syrisches Territorium abgefeuert, unter anderem auf den Flughafen bei Damaskus. Laut dem Nationalen Zentrum für Verteidigungsmanagement Russlands vernichteten Luftabwehrsysteme Panzir und Buk sieben israelische Raketen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Experte, Angriff, Luftabwehr, Marschflugkörper, Bombe, Waffen, Israel, Syrien, Russland