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08:10 15 Oktober 2019
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    Buchenwald: AfD-Fraktion von Gedenkveranstaltung ausgeschlossen

    © AP Photo / Jens Meyer
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    AfD-Mitgliedern wird die Teilnahme an der heutigen Kranzniederlegung am Denkmal für die Opfer des Konzentrationslagers Buchenwald verwehrt. Das teilte die Agentur AFP am Freitag mit.

    Die Entscheidung ist laut dem Direktor der „Stiftung Gedenkstätte Buchenwald“, Volkhard Knigge, auf Äußerungen des Thüringer AfD-Fraktionschefs Björn Höcke zurückzuführen. Dieser hätte 2017 wörtlich die „dämliche Bewältigungspolitik“ in Deutschland kritisiert und „eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert, schrieb Knigge in einem Brief an die AfD-Fraktion im Erfurter Landtag.

    „Herr Höcke hält bis heute an seiner Haltung zur Erinnerungskultur fest. Auch aus Ihrer Fraktion ist uns keinerlei Distanzierung von seinen Positionen bekannt geworden“, hieß es.

    Wer sich innerhalb der AfD nicht glaubhaft gegen solche Positionen und das damit verbundene verharmlosende, relativierende Geschichtsbild wende, unterstütze sie, betonte Knigge.

    Die Gedenkstätte hatte bereits vor einem Jahr ein Hausverbot gegen Höcke verhängt.

    Der 27. Januar ist sowohl der bundesweite Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus als auch der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.

    Im Konzentrationslager Buchenwald in Thüringen waren 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt. Im Jahr 1958 wurde die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eröffnet.

     

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    Tags:
    Teilnahme, Kranzniederlegung, Partei Alternative für Deutschland (AfD), AFP, Björn Höcke, Volkhard Knigge, Deutschland